„Boosting Digital Sovereignty“ – Wissenschaftskonferenz rund um offene Webdaten und Europas Unabhängigkeit im Netz | Media Release

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Vom 7. bis 9. Oktober versammelt die Open Search Foundation mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) interdisziplinäre Expertinnen und Experten in Berlin, um über die Zukunft von Websuche und KI zu diskutieren.

Starnberg, 29. September 2026 – Webdaten sind ein zentraler Rohstoff für KI-Training und eine unabhängige Websuche. Doch wie kann Europa eine offene, unabhängige und vielfältige Infrastruktur für das Web schaffen? Dieser zentralen Frage ist das Open Search Symposium #ossym2026 gewidmet. Expertinnen und Experten aus den Bereichen Informatik, Recht, Ethik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft versammeln sich an der CODE University of Applied Sciences in Berlin, um die Entwicklungen rund um eine europäische Infrastruktur für Websuche und KI, zu diskutieren. Auf dem Programm stehen Impulsvorträge, wissenschaftliche Präsentationen, Podiumsdiskussionen und Workshops. Thematisiert werden unter anderem:

  • offene Webindizes
  • föderierte Suche und Suchqualität
  • Large Language Models, generative KI, Retrieval-Augmented Generation
  • Georeferenzierung von Webinhalten sowie georäumliche Suche und Analyse
  • Nachhaltigkeit sowie rechtliche, ethische und gesellschaftliche Fragen

rund um Internetsuche und Webdaten.

Zu den Keynote-Speakern gehören Prof. Dr. Julian Kunkel (GWDG und Professor an der Universität Göttingen), Stefan Andresen (Chief Scientist bei DeepL), Prof. Dr. Hannes Taubenböck (DLR) sowie Aline Blankertz, (Mitgründerin des digitalpolitischen Kollektivs Structural Integrity). Die Eröffnungsrede hält Engelbert Beyer, Ministerialdirigent des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Den anschließenden Auftakt gestaltet Peter Gehle, CIO des DLR; am Mittwochabend erfolgt eine Begrüßungsansprache von Stéphane Beemelmans, stellvertretender Vorsitzender des DLR-Vorstands.

Abendliches Side-Event am Weizenbaum-Institut

Am Abend des 8. Oktober findet am Weizenbaum-Institut in Berlin eine deutschsprachige Paneldiskussion mit anschließendem Networking-Dinner statt. Unter dem Titel „Souveränität im Netz – Wie eine europäische Webdateninfrastruktur Freiheit, Wirtschaft und Demokratie stärkt“ werden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Perspektiven auf eine unabhängige digitale Infrastruktur beleuchtet. Neben einer Keynote von Prof. Dr. Harald Wehnes (Universität Würzburg) diskutieren Stefan Andresen (Chief Scientist bei DeepL), Dr. Esther Görnemann (Weizenbaum-Institut) sowie Dr. Stefan Voigt (Open Search Foundation).

Information und Anmeldung

Das #ossym2026 findet vom 7. bis 9. Oktober 2026 in Berlin statt. Ausgerichtet wird das Event von der Open Search Foundation – 2026 mit Unterstützung des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Veranstaltungsort ist die CODE University of Applied Sciences (Donaustr. 44, 12043 Berlin).

Ausführliche Informationen und den Link zur Anmeldung gibt es unter:
https://opensearchfoundation.org/de/events-d/ossym26-de/

Die Anmeldung zum Abend-Event am Weizenbaum Institut erfolgt separat:
https://tickets.weizenbaum-institut.de/OSF/

Journalist:innen und Medienvertreter:innen sind herzlich eingeladen, beide Veranstaltungen zu besuchen. Für Interviews und Hintergrundgespräche stehen Ihnen Expert:innen aus Wissenschaft und Forschung zur Verfügung. Bei Rückfragen oder Interesse an einem Interviewtermin wenden Sie sich gerne an die nachstehenden Pressekontakte.

Über den Veranstalter:

Die Open Search Foundation e.V. (OSF) koordiniert eine Europäische Initiative, die die Grundlage für einen unabhängigen, freien und selbstbestimmten Zugang zu Informationen im Internet schafft. In Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und anderen Partnern setzt sie sich dafür ein, dass die Websuche allen zugutekommt. Im Rahmen eines durch Horizon-Europe geförderten Forschungsprojektes entstand so ein Prototyp von Europas erstem offenen Webindex. Zu den institutionellen Mitgliedern der OSF gehören die Universität Passau, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Institut für Human-Centered Computing (HCC) an der Technischen Universität Graz und das finnische Großrechenzentrum CSC – IT Center for Science.

Über das DLR:

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Die Forschung zur Digitalisierung im DLR setzt Impulse für die Wirtschaft, gestaltet anwendungsorientiert innovative Technologien, Methoden und Prozesse mit und setzt diese für Forschung und Wissenschaftsmanagement ein. Als strategischer Partner entwickelt das DLR gemeinsam mit Industrie, Behörden und Institutionen Lösungen, die Innovation vorantreiben – für eine starke, nachhaltige Zukunft in Deutschland und Europa.

Pressekontakt:

Open Search Foundation e.V.
Carolin Bauer – Science Communication & Public Relations
Ursula Gmelch – Community Management; Projektleiterin ossym2026
Telefon: +49 178 60 149 10
E-Mail: