In einem kürzlich erschienenen Interview mit Reset Digital for Good gab Prof. Dr. Michael Granitzer, Lehrstuhlinhaber für Data Science an der Universität Passau und Projektleiter, unseres kürzlich abgeschlossenen OpenWebSearch.EU Projekts Einblicke in die Bedeutung des im Projekt entwickelten Open Web Index.

„Unsere Mission ist es, die Isolation einzelner Suchmaschinen aufzubrechen(…). Dazu durchsuchen wir das Internet, sammeln Webseiten und bereiten sie für die Nutzung durch Suchmaschinen vor. Hierfür entfernen wir Werbung und Navigationslinks und extrahieren den Hauptinhalt. Dieser Index kann von Einzelpersonen oder Organisationen genutzt werden, um eigene Suchmaschinen zu entwickeln.“ so Michael.

Während das Ausmaß, um mit Monopolen wie Google konkurrieren zu können, enorme Ressourcen erfordern würde, könnte ein gemeinschaftsorientiertes Projekt die klassische und die KI-gestützte Suche als öffentliches Gut ergänzen. Dabei könnten kleine KI-Modelle es Nutzer:innen ermöglichen, Informationen aus verschiedenen Quellen unabhängig von großen Technologieunternehmen zu suchen und zu kombinieren.

In Zukunft wird die Gesellschaft von Menschen und Modellen geprägt sein, die eng zusammenarbeiten.

Michael prognostiziert: „Im Idealfall läuft das KI-Modell auf meinem Rechner und kontrolliert meine Daten. Es ist ein Werkzeug, das mir hilft, für mich Suchanfragen durchführt und versteht, was ich tun möchte. Ich spreche hier eher von kleinen Sprachmodellen als von großen Sprachmodellen. Ein Modell, das mir hilft, Informationen auf der Grundlage von Suchendpunkten, die ich auswähle, zu suchen, zu aggregieren und zu synthetisieren.“

Das ganze Interview findet ihr hier: https://reset.org/mit-offenen-suchindex-gegen-monopol-interview-michael-granitzer-openwebsearch/

Unser OpenWebSearch.EU Projekt wurde kürzlich in einem Bericht von arte.tv über europäische Alternativen zu den Webdiensten der großen US-amerikanischen Tech-Unternehmen vorgestellt.

Das Video unterstreicht unser Engagement für die Stärkung der digitalen Souveränität Europas, inbesondere hinsichtlich Suchdiensten für das World Wide Web. Der Bericht enthält Einblicke von Prof. Dr. Ir. Djoerd Hiemstra, Professor für Datenwissenschaften und Leiter der Forschungsgruppe Information Retrieval an der Radboud University, einem der OpenWebSearch.EU Konsortialpartner. Djoerd stellte den Open Web Index in seinem aktuellen Zustand vor und erläuterte, welche Rolle er bei der Schaffung leistungsfähiger europäischer Suchlösungen spielen könnte.
Springt zu Minute 4:16, um Djoerds Einblicke zu hören:

Alternativ könnt ihr euch das Video auch direkt auf Arte.tv ansehen: https://www.arte.tv/de/videos/121620-127-A/wo-bleibt-das-europaeische-google-oder-facebook/

„Volkszählung, nix da!“ heißt es im BR Podcast „Erkämpft und verhasst – Die Geschichte des Datenschutzes“, der sich in der Folge vom 22.08.2025 mit der Geschichte des Datenschutzes befasst.

Warum eine Volkszählung aus dem Jahr 1987 in Deutschland für Protestwellen sorgte, was das mit Datenschutz zu tun hatte und wie Datenschutz im digitalen Zeitalter aussieht – das und vieles mehr thematisiert Autor Stefan Foag für BR Radiowissen.

Aber zurück zum Anfang: Eine Protestaktion besorgter Bürger als Reaktion auf die in die Geschichte eingegangene Volkszählung von 1987 brachte in Deutschland einen Stein ins Rollen. Themen wie Datenschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung wurden dabei im Kontext der deutschen Geschichte kritisch betrachtet und öffentlich hinterfragt.

Mittlerweile ist die Sorge um Datenschutz weltweit zu einem sehr präsenten Thema geworden, wobei gerade die Europäische Union eine besondere Rolle einnimmt. Mit der Entwicklung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der Rechtsprechung zur Verantwortung großer Tech-Konzerne wurden hier entscheidende Meilensteine gesetzt. In der heutigen Zeit sorgt aber insbesondere die Verlagerung der Überwachung von staatlichen Institutionen zu Digitalkonzernen für Besorgnis und Widerstand.

Leopold Beer, Jurist und Mitarbeiter der Open Search Foundation, wurde zu diesem Thema interviewt. Er erläutert, wie Europa durch den sogenannten „Brüssel-Effekt“ als zentraler Markt für digitale Lösungen zu einem weltweiten Vorreiter in der Regulierung des Datenschutzrechts werden kann. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist das Projekt OpenWebSearch.Eu mit dem eigens entwickelten Open Web Index. Es zielt darauf ab, rechtlichen und ethischen Anforderungen bestmöglich gerecht zu werden und dadurch die Grundlage für eine europäische, datenschutzfreundliche Suchmaschine zu entwickeln.

Die gesamte Folge findet ihr hier: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:9df03c9454d8baa6/

Wie sieht eine europäische, unabhängige Suchinfrastruktur aus – jenseits der allgegenwärtigen Google-Suche? Genau darum geht es im Beitrag von Deutschlandfunk Kultur, in dem unser Projekt eine prominente Rolle spielt.

Dr. Stefan Voigt vom Vorstand der Open Search Foundation charakterisiert in einem kurzen Gastbeitrag das Konzept der Open Web Search Initiative wie folgt:
„…Europa dazu zu inspirieren, sich eine eigene Websuchinfrastruktur aufzubauen – basierend auf einem öffentlich zugänglichen Webindex, auf dem verschiedenste Suchmaschinen und Frontends entstehen können.“

Der Journalist Stefan Mey geht auf den Open Web Index als Grundlagentechnologie für eine europäisch-souveräne Web-Infrastruktur im Podcast ein.
Die quasi-Monopol von Google und das bisherige Scheitern alternativer Anbieter zeigen den Bedarf neuer Lösungen auf.

Der unabhängige Index soll als Grundlage für KI-Training und als Partnerindex für Suchmaschinen dienen.
Ermöglicht werden soll eine Landschaft verschiedener Anbieter von Universalsuchmaschinen bis hin zu spezialisierten Suchmaschinen zu Spezialthemen.

Im Podcast geht es außerdem um den aktuellen Projektstand, die Frage der Finanzierung und die Bedeutung eines offenen Suchindex als Teil kritischer digitaler Infrastruktur in Europa.

Hört euch gerne den ganzen Podcast bei Deutschlandfunk an:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/zutritt-verboten-eu-diskutiert-altersbeschraenkungen-fuer-social-media-100.html

Übrigens: Auch Jan Penfrat von EDRi (European Digital Rights) kommt zu Wort und spricht über aktuelle EU-Pläne zum Jugendschutz im Netz und welche technischen Lösungen Plattformen bereits heute einsetzen könnten.

 

„Stellen wir uns vor, dass unsere Straßen keine Namen und unsere Häuser keine lesbaren Nummern haben würden. Es wäre nur ein verschlüsselter Code, der nur für Maschinen lesbar ist.“

Dr. Stefan Voigt, Vorsitzender des OSF-Vorstands, stellt in einem Interview für den polnischen Webblog HomoDigital die Mission der Open Search Foundation und das Ziel des Open Web Index Projekts dar.

Dabei geht er vertieft auf die Herausforderungen und die gleichzeitig große Bedeutung des Projekts im aktuellen politischen, gesellschaftlichen und technologischen Kontext ein.

„Eine der größten Herausforderungen besteht also darin, Menschen und Computerdienstleister zu inspirieren, bei dieser großen, aber äußerst gesellschaftlich wichtigen Aufgabe zusammenzuarbeiten und öffentliche Informationen öffentlich zugänglich und gemeinsam wiederverwendbar zu machen.“

Einem möglichen Paradigmenwechsel von der Marktkonzentration der großen Tech-Unternehmen im Netz steht Dr. Stefan Voigt optimistisch gegenüber.

Das vollständige Interview auf HomoDigital findet ihr hier.

In der aktuellen Folge mit dem spannenden Titel “Kommt die europäische Suchmaschine – Wie ein unabhängiger Suchindex entsteht” sprach Podcast Host Martin Wolff mit unserem OSF Vorstand Dr. Stefan Voigt und mit Prof. Dr. Michael Granitzer über die Misslage in der aktuellen Suchmaschinen Landschaft.

Mit der Vision, die Websuche auf europäischer Ebene zu revolutionieren, war die Open Search Foundation eine der treibenden Kräfte, die 2018 die Open Web Search Initiative ins Leben rief.
Im Rahmen dieser Initiative wurde 2022 das gleichnamige Projekt OpenWebSearch.eu mit 13 weiteren Organisationen aus Forschung und Wirtschaft ausgerollt, das insgesamt Kräfte aus sieben europäischen Ländern bündelt.

Nach 2,5 Jahren Entwicklungsphase, präsentiert das Konsortium im Jahr 2025 mit Stolz seinen europäischen föderierten Open Web Index Pilot, der auf den Namen OWI getauft wurde.
Diese Errungenschaft ist nicht nur ein wichtiger erster Eckpfeiler für die europäische digitale Souveränität, sondern trifft auch den Zahn der Zeit, inmitten von dringendem Handlungsbedarf angesichts der rasant fortschreitenden globalen KI-Entwicklungen.

Innovatoren und Early Adopters gesucht

Ab Juni können kommerzielle und wissenschaftliche Entwicklungsteams jeder Größe sowie interessierte Einzelpersonen auf fast ein Petabyte an offenen Webdaten zugreifen und diese unter einer allgemeinen Forschungslizenz oder – auf Anfrage – auch unter einer kommerziellen Lizenz nutzen.

Dies ist ein aktiver Aufruf an alle Early Adopters, innovative Projekte rund um vertikale Websuche, argumentative Suche, LLM-Anwendungen einschließlich RAG und mehr zu starten.

„Der OWI symbolisiert einen ersten Schritt in Richtung echter europäischer digitaler Souveränität und ist ein grundlegender Schritt, um den Weg für eine umfassende, offene, europäische KI-Landschaft zu ebnen.“ sagt OpenWebSearch.eu’s Community Managerin Ursula Gmelch und sie führt weiter aus:

„Unser Ziel in dieser ersten Pilotphase ist es, eine Reihe von Projekten aus verschiedenen Bereichen einzubinden, um frühes Feedback zu erhalten. Wir freuen uns darauf, dass die Nutzer:innen die Qualität und den Wert der aktuellen Funktionalitäten bestätigen und/oder uns dabei helfen, die tatsächlichen Marktanforderungen zu erfüllen und weiter auszubauen.“

Kick-off Veranstaltung am 6. Juni

Am 6. Juni von 10 bis 12 Uhr MESZ können findet die offizielle Kick-off-Veranstaltung via Zoom statt. 
Die Anmeldung zur Veranstaltung ist unter folgendem Link möglich:
https://cscfi.zoom.us/meeting/register/eATIpDQ5TZidh4Jzkim6FQ#/registration

 

Die Open Search Foundation aus Starnberg koordiniert eine europäische Initiative, die das Internet gerechter und transparenter machen will. Nun hat sie dafür einen Preis in der Kategorie „Verantwortungsvolle Innovationen“ gewonnen, titelt der Starnberger Merkur.

Der Corporate Digital Responsibility Award wird jährlich vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Bayern Innovativ GmbH für wegweisende digitale Projekte vergeben. Tobias Gmach vom Starnberger Merkur sprach mit OSF-Vorstandsmitglied Stefan Voigt über die Auszeichnung und über die aktuellen Entwicklungen in der Vereinsarbeit.

Den Artikel können Sie unter folgendem Link abrufen: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/sie-wollen-das-internet-gerechter-machen-preis-fuer-starnberger-netz-revolutionaere-93564190.html