Wie sieht eine europäische, unabhängige Suchinfrastruktur aus – jenseits der allgegenwärtigen Google-Suche? Genau darum geht es im Beitrag von Deutschlandfunk Kultur, in dem unser Projekt eine prominente Rolle spielt.
Dr. Stefan Voigt vom Vorstand der Open Search Foundation charakterisiert in einem kurzen Gastbeitrag das Konzept der Open Web Search Initiative wie folgt:
„…Europa dazu zu inspirieren, sich eine eigene Websuchinfrastruktur aufzubauen – basierend auf einem öffentlich zugänglichen Webindex, auf dem verschiedenste Suchmaschinen und Frontends entstehen können.“
Der Journalist Stefan Mey geht auf den Open Web Index als Grundlagentechnologie für eine europäisch-souveräne Web-Infrastruktur im Podcast ein.
Die quasi-Monopol von Google und das bisherige Scheitern alternativer Anbieter zeigen den Bedarf neuer Lösungen auf.
Der unabhängige Index soll als Grundlage für KI-Training und als Partnerindex für Suchmaschinen dienen.
Ermöglicht werden soll eine Landschaft verschiedener Anbieter von Universalsuchmaschinen bis hin zu spezialisierten Suchmaschinen zu Spezialthemen.
Im Podcast geht es außerdem um den aktuellen Projektstand, die Frage der Finanzierung und die Bedeutung eines offenen Suchindex als Teil kritischer digitaler Infrastruktur in Europa.
Hört euch gerne den ganzen Podcast bei Deutschlandfunk an:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/zutritt-verboten-eu-diskutiert-altersbeschraenkungen-fuer-social-media-100.html
Übrigens: Auch Jan Penfrat von EDRi (European Digital Rights) kommt zu Wort und spricht über aktuelle EU-Pläne zum Jugendschutz im Netz und welche technischen Lösungen Plattformen bereits heute einsetzen könnten.
„Stellen wir uns vor, dass unsere Straßen keine Namen und unsere Häuser keine lesbaren Nummern haben würden. Es wäre nur ein verschlüsselter Code, der nur für Maschinen lesbar ist.“
Dr. Stefan Voigt, Vorsitzender des OSF-Vorstands, stellt in einem Interview für den polnischen Webblog HomoDigital die Mission der Open Search Foundation und das Ziel des Open Web Index Projekts dar.
Dabei geht er vertieft auf die Herausforderungen und die gleichzeitig große Bedeutung des Projekts im aktuellen politischen, gesellschaftlichen und technologischen Kontext ein.
„Eine der größten Herausforderungen besteht also darin, Menschen und Computerdienstleister zu inspirieren, bei dieser großen, aber äußerst gesellschaftlich wichtigen Aufgabe zusammenzuarbeiten und öffentliche Informationen öffentlich zugänglich und gemeinsam wiederverwendbar zu machen.“
Einem möglichen Paradigmenwechsel von der Marktkonzentration der großen Tech-Unternehmen im Netz steht Dr. Stefan Voigt optimistisch gegenüber.
Das vollständige Interview auf HomoDigital findet ihr hier.
In der aktuellen Folge mit dem spannenden Titel “Kommt die europäische Suchmaschine – Wie ein unabhängiger Suchindex entsteht” sprach Podcast Host Martin Wolff mit unserem OSF Vorstand Dr. Stefan Voigt und mit Prof. Dr. Michael Granitzer über die Misslage in der aktuellen Suchmaschinen Landschaft.
Die Open Search Foundation aus Starnberg koordiniert eine europäische Initiative, die das Internet gerechter und transparenter machen will. Nun hat sie dafür einen Preis in der Kategorie „Verantwortungsvolle Innovationen“ gewonnen, titelt der Starnberger Merkur.
Der Corporate Digital Responsibility Award wird jährlich vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) und der Bayern Innovativ GmbH für wegweisende digitale Projekte vergeben. Tobias Gmach vom Starnberger Merkur sprach mit OSF-Vorstandsmitglied Stefan Voigt über die Auszeichnung und über die aktuellen Entwicklungen in der Vereinsarbeit.
Den Artikel können Sie unter folgendem Link abrufen: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/sie-wollen-das-internet-gerechter-machen-preis-fuer-starnberger-netz-revolutionaere-93564190.html
ZDF berichtet über OpenWebSearch.eu und die Vision einer offenen Websuche
„Ein europäischer Zusammenschluss fordert Google heraus: Ein freier Index soll endlich für Vielfalt auf dem Suchmarkt sorgen. Ein Verein in Bayern spielt dabei eine Schlüsselrolle.“ – Das ZDF widmet sich in einem aktuellen Beitrag der Open Search Foundation und dem von der EU geförderten Projekt OpenWebSearch.eu, das eine unabhängige, europäische Suchinfrastruktur aufbaut. „Suchmaschinen entscheiden darüber, welche Inhalte sichtbar sind und wie sich Nutzer-, Daten- und Zahlungsströme bewegen“, wird Dr. Stefan Voigt, Vorstand der Open Search Foundation, zitiert. „Es kann nicht sein, dass nur ein Unternehmen diese Schlüssel-Infrastruktur der digitalen Welt dominiert.“
Der Beitrag erläutert die Hintergründe der Arbeit der Open Search Foundation und des Horizont-Europa-Projekts, dessen Ziel es ist, einen freien, gemeinschaftlich nutzbaren Suchindex zu bauen, der neue, vielfältige Suchmaschinenmodelle ermöglicht – etwa für Wissenschaft, Journalismus oder regionale Inhalte – oder auch als Datenpool für KI-Modelle dienen kann. Unterstützt wird das Vorhaben von 14 europäischen Partnern aus Forschung und Gesellschaft, darunter das Leibniz-Rechenzentrum in München und das CERN in Genf. Die EU fördert das Projekt mit 8,5 Millionen Euro.
„Bisher ist Google unangefochtener Marktführer im Bereich der Suchmaschinen. Die europäische Initiative „Open Web Search“ will jetzt für Vielfalt auf dem Suchmaschinenmarkt sorgen. Kann das gelingen?“ fragt der Tagesspiegel.
Der Artikel fasst die Ausgangssituation und die Gefahren der aktuellen Marktsituation im Suchmaschinenbereich zusammen und berichtet dann über die Arbeit der Open Search Foundation und die Ziele des Horizont-Europa-Projekts OpenWebSearch.eu.
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„Wir bezahlen mit unseren Daten, unserer Privatsphäre, wirtschaftlichen Unabhängigkeit und demokratischen Souveränität“ – zitiert Leopold Beer von der Süddeutschen Zeitung OSF-Vorstand Stefan Voigt.
Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die Open Search Foundation und ihr Vorhaben, die Websuche zu demokratisieren. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahl 2024 macht der Artikel auf die Schwachstellen der aktuellen Websuche aufmerksam und zeigt, wie kommerziell betriebene digitale Plattformen Wahlentscheidungen beeinflussen könnten.
Der Artikel fasst viele Aspekte zusammen und porträtiert u.a. auch das EU-Projekt OpenWebSearch.eu, das von der Europäischen Kommission unter dem Dach von Horizon Europe gefördert wird. OpenWebSearch.eu ist ein kollaboratives Forschungs-Projekt mit 14 Konsortialpartnern. Das Ziel: den Prototyp eines europäischen Webindex zu erstellen, der die digitale Souveränität Europas gewährleistet und dem Gemeinwohl dient. Die Open Search Foundation ist einer der Konsortialpartner und ein wichtiger Treiber des Projekts.
Der Bericht erschien in der Süddeutschen Zeitung und online auf sz.de: www.sueddeutsche.de
Veranstaltungstipp:
Am 29. September 2024 findet wieder der Aktionstag „Free Web Search Day“ #FWSD statt. Die Open Search Foundation hat den jährlichen Aktionstag ins Leben gerufen. Rund um den #FWSD machen jedes Jahr unterschiedliche Veranstaltungen und Aktionen auf die Probleme und Chancen der Internetsuche aufmerksam und vermitteln Wissen und Tipps. Unternehmen und Privatpersonen können am 29. September wieder Flagge zeigen und sich aktiv und passiv am umfangreichen Aktions-Angebot beteiligen: freewebsearch.org
Das Wissenschaftsmagazin Spektrum.de stellt die OSF und das EU Projekt OpenwebSearch.eu vor.
Der Artikel behandelt die Frage, warum Europa dringend einen eigenen Webindex braucht, um digitale Souveränität zu gewähren.
Die OSF ist Teil des durch „Horizon Europe“ finanzierte Projekts OWS.EU. Das Ziel: Der Aufbau eines Prototyps eines offenen Web-Index für Europa.
„Bislang wurden 1,3 Milliarden URLs in 185 Sprachen, insgesamt 60 Terabyte, gecrawlt und indiziert“, so OWS.EU-Projektleiter Michael Granitzer von der Universität Passau.
In Zukunft könnten verschiedene Typen von Suchmaschinen auf dem Index aufsetzen, z. B. vertikale Suchmaschinen, die sich auf spezielle Themen konzentrieren, oder eine Argument-Suche, die Vor- und Nachteile für bestimmte Suchanfragen liefern kann.
Und auch das Trainieren von KI Anwendungen indexierte Daten seien eine Option.
Der vollständige Artikel ist für Spektrum.de-Abonnenten verfügbar unter:
www.spektrum.de/openwebsearch-der-traum-einer-offenen-suchmaschine

Open Search Foundation e.V.
Die Open Search Foundation e.V. ist eine europäische Bewegung von Menschen und Organisationen, die gemeinsam die Grundlagen für einen unabhängigen, freien und selbstbestimmten Zugang zu Informationen im Internet schaffen. In Kooperation mit Forschungseinrichtungen, Rechenzentren und weiteren Partnern setzen wir uns ein für eine Websuche, die allen zugute kommt. Die Förderung der Forschung im Bereich Suchmaschinen, Aufklärung und Kooperation bilden die Säulen unserer Arbeit.

