„Google dominiert die Internetsuche, nun versucht ein EU-Projekt, eine Alternative mit „europäischen Werten“ aufzubauen. Kann das gelingen?“ – Die SZ hat im Wirtschaftsteil über unser EU-Projekt OpenWebSearch.eu berichtet. Dafür hat Mirjam Hauck mit Michael Granitzer gesprochen. Er forscht und lehrt an der Uni Passau und leitet das 8,5-Mio-Euro-Projekt.

„Wir können keine Konkurrenz zu Google sein“, dämpft Granitzer gleich mal die Erwartungen. Es sei schwierig, Platzhirsche zu verdrängen. Und das Budget von 8,5 Millionen Euro, sei „ein Tropfen auf den heißen Stein“. Zum Vergleich: Microsoft hat allein in die KI-Firma OpenAI und ihren Bot Chat-GPT zehn Milliarden Dollar investiert. Das ist etwa 1200-mal so viel wie das EUProjekt an Budget hat.“

Das Ziel von Open Web Search ist es, am Ende 50 bis 60 Prozent der Webauftritte abzudecken, die Google auch in seinem Index hat. Das wären etwa 500 bis 600 Milliarden Webseiten. Denn, so erklärt es Michael Granitzer: „Mehr als 50 Prozent sind eine kritische Masse. Wenn es damit funktioniert, kann man mit mehr Rechnerressourcen auch 100 Prozent abdecken.“

Granitzer glaubt nicht, dass man mit dem OWI zu spät dran sei. „Es geht nicht darum, einen Konkurrenten zu Google oder Microsoft zu bauen, sondern erst mal darum, Webdaten einfacher zugänglich zu machen“, sagt der Professor. Diese Daten könnten auch genutzt werden, um KIModelle zu trainieren. Zudem „müssen wir in Europa bei dem Thema einfach weiterkommen“.

Für Granitzer geht es bei seinem Projekt auch darum, ob ein anderer Werbemarkt und damit andere Geschäftsmodelle möglich sind als jene, die Google dominiert. Hätten Nutzer mehrere Suchmaschinen zur Auswahl, gäbe es solche Probleme nicht, sagt Granitzer. „Oligopole oder Monopole waren nie Innovationstreiber.“ Ein Beispiel: „Derzeit sind wir darauf beschränkt, eine Liste mit zehn Links zu sehen, von denen wir drei anschauen und viel Werbung dabei ist, die immer mehr wird. Da stelle ich mir schon die Frage: Ist das wirklich Websuche?“

 

Online Version des Artikels bei sueddeutsche.de  (Paywall)

„Transparenz bedeutet, dass alle die gleiche Information haben, mit dem gleichen Aufwand, wodurch es – meiner Meinung nach – dann fairer wird.“ – Prof. Dr. Michael Granitzer von der Universität Passau im Gespräch mit Manfred Kloiber von Deutschlandfunk.

Hier das Interview hören (Länge: 10 Minuten): https://www.deutschlandfunk.de/das-open-web-search-projekt-interview-michael-granitzer-dlf-fb89fd76-100.html

„Warum ist ein Index überhaupt so wichtig?“ –  Forscher und Unterstützer der Open Search Foundation und dem dazugehörigen EU-Projekt OpenWebSearch.EU kommen mit unterschiedlichen Perspektiven im Artikel von Stefan Krempl via heise.de zu Wort.

Den Artikel „Missing Link: Offener Web-Index soll Europa bei der Suche unabhängig machen“ finden Sie unter: https://www.heise.de/hintergrund/Missing-Link-Offener-Web-Index-soll-Europa-bei-der-Suche-unabhaengig-machen-7466867.html?seite=all

„So wie es ist, ist es nicht fair. Google bestimmt, was wir sehen“ –  Christine Plote und Dr. Stefan Voigt, Vorstandsmitglieder der Open Search Foundation, im Gespräch mit Tobias Gmach vom Merkur.

Den Artikel „Starnberger gegen Google-Macht: Wie die Open Search Foundation das Internet verändern will“ finden Sie unter: https://www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/starnberger-gegen-google-macht-wie-die-open-search-foundation-das-internet-veraendern-will-92037826.html

„Wie prägen Suchmaschinen unsere Sicht auf die Welt? Und was lässt sich gegen die Allmacht von Google tun?“ –  Christine Plote und Dr. Stefan Voigt, Vorstandsmitglieder der Open Search Foundation, im Interview mit Linus Freymark von der Süddeutschen Zeitung.

Den Artikel „Die Suchmaschine entscheidet darüber, was sie uns zeigt“ finden Sie unter: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/starnberg-open-search-foundation-osf-internet-google-suchmaschine-1.5733226

Stefan Voigt und Dieter Kranzlmüller im Gespräch mit der Wirtschafts- und Technikjournalistin Simone Fasse

Im Rahmen der Podcast-Reihe „Quo vadis Europa?“ der Bayerischen Akademie der Wissenschaften sprechen Stefan Voigt von der Open Search Foundation und Dieter Kranzlmüller, Leiter des Leibniz Rechenzentrums und Professor für Informatik an der LMU München über die Open Search Initiative und berichten über die Hintergründe des Projekts openwebsearch.eu.

„Die Vielfalt ist etwas ganz wunderbares.“ Dieter Kranzlmüller

„Das Ganze lebt vom Teamspririt.“ Stefan Voigt

„Es geht über das Technische hinaus. Digitalisierung ist mehr als Hard- und Software.“ Dieter Kranzmüller

„Wir fangen erstmal an mit wissenschaftlichen Fragestellungen, das ist einer unserer Beispielfälle. Da kennen wir uns gut aus. Aber es soll dann auch die allgemeine Suche möglich werden und schließlich auch Fachsuchen.“ Stefan Voigt

„Es gibt alternative Suchmaschinen. All diese Suchmaschinen greifen aber auf wenige sogenannte Webindizes zurück. Es gibt weltweit vier Stück: Google, Bing mit Yahoo, Yandex aus Russland und Baidu aus China. Europa hat keinen solchen Webindex. Und darum geht es uns. Dass wir auch in Europa einen Index haben, den Suchmaschinen wie Searx oder Ecosia dann nutzen könnten.“ Stefan Voigt

„Technologische Souveränität ist das Schlagwort. Ein Ding, wo wir abhängig sind und diese Abhängigkeit ist schwierig und kann zu Problemem führen.“ Dieter Kranzlmüller

Das Gespräch „Es wird große Vielfalt möglich sein“ im Rahmen der Podcast-Reihe „Quo vadis Europa?“ finden Sie auf der

Website der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

„Wollen wir als freie Gesellschaft den Verlust unserer Privatheit akzeptieren? Was wir mit der Internet­suche über uns preis­geben, sollten wir selbst in der Hand haben.“ – Christine Plote, Vorstandsmitglied der Open Search Foundation und Co-Leiterin des Projekts „#EthicsInSearch – Ethik der Internetsuche“ im Interview mit Julien Wilkens.

Den Artikel „Freiheit fürs Internet“ finden Sie unter https://www.aufruhr-magazin.de/digitalisierte-gesellschaft/freiheit-fuers-internet/

Verantwortung der Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation und -vermittlung und Technikfolgenabschätzung: Prof. Dr. Alexander Decker von der Open Search Foundation und Prodekan Marketing & Alumni an der TH Ingolstadt nahm im Oktober an der Talkrunde „Verantwortung der Wissenschaft“ teil, die im Rahmen des 14. Wissenschaftstags der Europäischen Metropolregion Nürnberg stattfand. Weitere Teilnehmer:innen waren Wissenschaftsminister Bernd Sibler, Prof. Dr. Sibylle Gaisser (Mitglied der Gemeinsamen Ethikkommission der Hochschulen Bayerns), Dr. Natascha Eckert (Siemens AG) sowie Prof. Dieter Kempf (ehemaliger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie).

Link zur Aufzeichnung: https://www.br.de/fernsehen/ard-alpha/programmkalender/ausstrahlung-2652924.html

„Ein offener Webindex wäre nicht nur ethischer und vertrauenswürdiger. Sondern auch eine Chance für mehr Vielfalt, weil ihn unterschiedliche Suchmaschinen und auch völlig neue Dienste nutzen könnten.“

OSF-Mitgründerin Christine Plote im Portrait bei Tagesspiegel Background

Das vollständige Portrait finden Sie beim Tagesspiegel Background (Paywall): https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung/christine-plote

… titelt der Beitrag im Computer Magazin von BR24, der das Konzept Open Search erläutert. Mit dabei sind Suchmaschinen-Experte Dirk Lewandowsky und Open-Search-Initiator Stefan Voigt.

Link zur Sendung: Computer Magazin, BR24 (Minute 6:17-15:00)