Pünktlich zum Abschluss des 42 monatigen EU Projekts OpenWebSearch.EU, stellen wir spannende Use Cases auf Basis des im Projekt entwickelten offenen Webindex vor

Zur Erinnerung: das OpenWebSearch.EU Projekt wurde von 14 Partner-Organisationen aus dem Forschungs-und Non-Profit Bereich umgesetzt und hatte zum Ziel, einen ersten europäischen offenen Webindex als Kernstück für souveränen strukturierten Zugang zum Internet zu gestalten.

Der OWI (Open Web Index) ist seit Juni 2025 am Start und hat bis dato stolze 1,3 Petabyte Daten gecrawlt. Im Laufe des Projekts wurden über verschiedene Open Calls, insgesamt 15 Drittpartner-Projekte eingegliedert. Das Ziel: Juristische, technische und kommerzielle Analysen und Machbarkeits-Prüfungen rund um den offenen Webindex durchführen, um eine fundierte Basis für den Ausbau einer europäischen Webdateninfrastruktur zu legen.

Sieben der Drittpartnerprojekte (Projekte aus Open Call 2) haben sich mit konkreten technischen Anwendungsbeispielen auf Basis des OWI befasst. Die Projekte zeigen eine Bandbreite dessen, was möglich ist, wenn Webindex-Daten offen zugänglich sind. Die vielversprechenden Ergebnisse haben wir kurz zusammengefasst:

Projekt VERITAS: Faktenprüfung zum Ukrainekrieg mit einem RAG-Chatbot

Die Firma DEXAI (Tschechien) entwickelte einen so genannten Retrieval-Augmented-Generation-Chatbot und eine Chrome-Browsererweiterung zur Echtzeit-Faktenprüfung. Als Testbeispiele wurden Aussagen zum Ukrainekrieg untersucht. Das System filterte 30 Tage OWS-Crawl-Daten, extrahierte Nachrichteninhalte, indexierte mittels Embeddings und nutzte ein etabliertes Large Language Model, um quellengestützte, evidenzbasierte Antworten auf Nutzeranfragen zu generieren. Nutzer:innen können so beliebigen Text auf einer Webseite markieren und erhalten eine sofortige Bewertung auf Basis verifizierter Nachrichtenquellen. Das Projekt zeigt, dass offene Webdaten domänenspezifische Faktenprüfungstools ermöglichen, die andernfalls auf proprietäre Such-APIs angewiesen wären. Die vollständige VERITAS-Geschichte ist hier nachzulesen – https://openwebsearch.eu/results-veritas/

AKASE: Die Argumente der Welt als Wissensgraph

Die Universität Groningen (Niederlande) konstruierte einen Argumentations-Wissensgraphen basierend auf über 105 Millionen Webindex-Dokumenten. Das System identifiziert automatisch argumentative Inhalte – Behauptungen und Prämissen – auf Webseiten, erkennt rhetorische Fehlschlüsse, bewertet die Argumentationslogiken und dokumentiert Stützungs-, Angriffs- und Paraphrasierungsbeziehungen zwischen Argumenten. Zu den Anwendungen gehören eine Suchmaschine, die Ergebnisse nach Argumentationsqualität neu sortiert, und ArgsBase, eine Multi-Agenten-Deliberationsplattform, die den JTS Early Career Researcher Prize gewann.
Die vollständige AKASE-Geschichte ist hier verfügbar – https://openwebsearch.eu/akase-results/

CIFFIL Service: Suchstatistiken zwischen niederländischen Kommunen teilen

Spinque (Niederlande) integrierte das Common Index File Format (CIFF) in seine Suchplattform, um niederländischen Kommunen den einfachen Austausch von Indexstatistiken zu ermöglichen. Kleine kommunale Dokumentensammlungen – teilweise weniger als 10.000 Dokumente – leiden oftmals unter schlechter Suchqualität, da der Datenbestand schlichtweg zu klein ist, um akurate Termfrequenzschätzungen (das sind Statistiken über die Häufigkeit und Relevanz bestimmter Begriffe innerhalb von Datensammlungen) abzugeben. Entsprechend können Suchergebnis-Rankings nicht effektiv gestaltet werden. Durch die Übernahme von Statistiken größerer Kommunen über CIFF können kleinere Kommunen ihre Ranking-Effektivität deutlich verbessern.
Die vollständige CIFFIL-Geschichte lesen – https://openwebsearch.eu/ciffil-results/

DTCommerce: Den Einzelhandel beim Schritt ins Digitale unterstützen

ZenLab (Slowenien) entwickelte Open-Source-Tools, um stationären Einzelhändlern den Übergang zum E-Commerce zu erleichtern. Ausgehend von einem Excel-Export aus dem Unternehmens-ERP oder Buchhaltungstool sucht das System nach Informationen zu den darin gelisteten Produkten. Dabei werden z.B. Titel, Beschreibungen, Bilder und UVPs von Lieferantenwebsites genutzt,  bestehende Beschreibungen mittels KI optimiert zum Schluß wird alles automatisch über ein WordPress-Plugin in einen WooCommerce-Onlineshop importiert.
Die vollständige DTCommerce-Geschichte gibt es hier zu lesen – https://openwebsearch.eu/ditcommerce-results/

OMMS: Open Maps als Alternative zu etablierten Maps Apps

Die E Foundation (Frankreich) nutzte die Crawling-Tools von OpenWebSearch.EU, um strukturierte Geschäftsdaten – Öffnungszeiten, Kontaktinformationen, FAQs – von Websites zu ernten, die mit OpenStreetMap-Points-of-Interest verknüpft sind. Diese Daten werden über einen Open-Source-POI-Server für mobile Kartenanwendungen bereitgestellt. Ausgehend vom Großraum Seattle und in einem zweiten Schritt weltweit stellte das Projektteam fest, dass etwa 12 % der POI-verknüpften Websites auswertbare strukturierte Daten enthalten. Darüber hinaus identifizierte das Projekt zwei vielversprechende Zukunftsrichtungen für OWS: die Veröffentlichung von POI-Relevanz-Rankings (basierend auf PageRank oder ähnlichen Metriken) zur Verbesserung der Ergebnissortierung in Open-Data-Geocodern sowie die Nutzung von Backlink-Daten als offene Alternative zu proprietären Bewertungsdatenbanken.
Die vollständige OMMS-Geschichte kann man hier lesen – https://openwebsearch.eu/results-omms/

FUN: Das Crawling des Webs neu denken

Die Universität Pisa und die University of Glasgow (Italien/UK) schlugen einen Paradigmenwechsel beim Web-Crawling vor. Traditionelle Crawler nutzen linkbasierte Heuristiken wie PageRank, um zu entscheiden, welche Seiten beachtet werden. FUN argumentiert, dass Crawler im Zeitalter der KI stattdessen Sprachmodelle einsetzen sollten, um die semantische Qualität von Seiten einzuschätzen. Das Team entwickelte vier neuronale Crawling-Strategien und testete sie auf 87 Millionen Seiten aus ClueWeb22-B. Bei natürlichsprachlichen Anfragen übertraf die beste Strategie PageRank durchgängig sowohl bei der Crawling-Effektivität als auch bei der nachgelagerten Retrieval-Qualität, während sie bei Keyword-Anfragen konkurrenzfähig blieb.
Die vollständige FUN-Geschichte gibt es hier – https://openwebsearch.eu/fun-results/

TILDE: Vertrauenswürdige Gesundheitssuche mit fairnessbewusstem Ranking

Das Know Center Research GmbH (Österreich) baute ein Gesundheits-bezogenes Suchsystem auf dem OWI auf, das über reine Suchergebnis Relevanz hinaus mögliche Verzerrungen und unterschiedliche Grade der Vertrauenswürdigkeit adressiert. Das System extrahierte medizinische Inhalte aus rund 200.000 gesundheitsbezogenen Webseiten, standardisierte sie gegen die klinische UMLS-Ontologie und implementierte eine hybride Retrieval-Engine aus entitätsbasierter und semantischer Suche. Die Besonderheit ist eine dreistufige Fairness-Pipeline: Sie reichert jedes Suchergebnis mit Vertrauenswürdigkeits- und Neutralitätsattributen an, sortiert Ergebnisse so um, dass Fairness maximiert wird, während Glaubwürdigkeit und Vielfalt der Standpunkte erhalten bleiben, und prüft die eigenen Systemausgaben auf Stereotype. Die visuelle Weboberfläche ermöglicht es Nutzer:innen, medizinische Evidenz über visuelle Wissensgraphen und facettierte Suche zu erkunden.
Die vollständige TILDE-Geschichte gibt es hier zu lesen – https://openwebsearch.eu/tilde-results/

Und wie geht es jetzt weiter?

Ein offener Webindex ermöglicht Anwendungen, die proprietäre Suche nicht bieten kann.
Die Forschungsbeiträge haben direkte Auswirkungen darauf, wie sich die Infrastruktur selbst weiterentwickeln sollte.
Mit dem Abschluss aller Open Calls, hat das OpenWebSearch.EU-Projekt eine Gemeinschaft aufgebaut, die weit über das Kern-Konsortium hinausreicht. Der Code, die Daten, die Modelle und die Tools dieser Projekte sind ganz überwiegend quelloffen und frei verfügbar. Die Infrastrukturbeiträge bestehen über das formale Projektende hinaus fort.

In der aktuellen Folge mit dem spannenden Titel “Kommt die europäische Suchmaschine – Wie ein unabhängiger Suchindex entsteht” sprach Podcast Host Martin Wolff mit unserem OSF Vorstand Dr. Stefan Voigt und mit Prof. Dr. Michael Granitzer über die Misslage in der aktuellen Suchmaschinen Landschaft.

„Bisher ist Google unangefochtener Marktführer im Bereich der Suchmaschinen. Die europäische Initiative „Open Web Search“ will jetzt für Vielfalt auf dem Suchmaschinenmarkt sorgen. Kann das gelingen?“ fragt der Tagesspiegel.

Der Artikel fasst die Ausgangssituation und die Gefahren der aktuellen Marktsituation im Suchmaschinenbereich zusammen und berichtet dann über die  Arbeit der Open Search Foundation und die Ziele des Horizont-Europa-Projekts OpenWebSearch.eu.

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Zum Artikel Export Export

Das Wissenschaftsmagazin Spektrum.de stellt die OSF und das EU Projekt OpenwebSearch.eu vor.

Der Artikel behandelt die Frage, warum Europa dringend einen eigenen Webindex braucht, um digitale Souveränität zu gewähren.
Die OSF ist Teil des durch „Horizon Europe“ finanzierte Projekts OWS.EU. Das Ziel: Der Aufbau eines Prototyps eines offenen Web-Index für Europa.

„Bislang wurden 1,3 Milliarden URLs in 185 Sprachen, insgesamt 60 Terabyte, gecrawlt und indiziert“, so OWS.EU-Projektleiter Michael Granitzer von der Universität Passau.

In Zukunft könnten verschiedene Typen von Suchmaschinen auf dem Index aufsetzen, z. B. vertikale Suchmaschinen, die sich auf spezielle Themen konzentrieren, oder eine Argument-Suche, die Vor- und Nachteile für bestimmte Suchanfragen liefern kann.

Und auch das Trainieren von KI Anwendungen indexierte Daten seien eine Option.

Der vollständige Artikel ist für Spektrum.de-Abonnenten verfügbar unter:
www.spektrum.de/openwebsearch-der-traum-einer-offenen-suchmaschine

Auf dem diesjährigen NGI Forum in Brüssel spielte die Open Search Foundation eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Diskussion über offene Websuche und große Sprachmodelle (LLMs). Christine Plote, Mitbegründerin der Open Search Foundation, moderierte eine spannende Podiumsdiskussion, an der namhafte Experten aus Wissenschaft, Industrie und KI-Forschung teilnahmen. Die Podiumsdiskussion erörterte die Herausforderungen und Chancen der sich schnell entwickelnden Landschaft von KI-basierten Suchtechnologien, digitale Souveränität und die Rolle von Open-Source-Initiativen in Europa.

Die Herausforderungen der heutigen Forschungslandschaft

Eines der Hauptthemen der Podiumsdiskussion war die Dominanz einiger weniger Unternehmen auf dem Suchmaschinenmarkt. Michael Granitzer (Universität Passau) betonte die Bedeutung einer dezentralen Infrastruktur für die Websuche und plädierte für offene Webindizes, die es Nutzern ermöglichen, ihre eigenen Suchlösungen zu entwickeln. Isabell Claus (thinkers.ai) wies zudem darauf hin, dass bei den derzeitigen werbegetriebenen Geschäftsmodellen der Suche Engagement oft vor Relevanz gehe, was den Bedarf an transparenteren und nutzerzentrierten Alternativen noch dringlicher mache.

Digitale Souveränität und Datenvertrauen

Georg Rehm (DFKI) betonte, dass Europa digitale Souveränität schaffen müsse, indem es in unabhängige LLMs und KI-Modelle investiere. Europa verfüge zwar über das technologische Know-how und die Rechnerkapazitäten, der größte Engpass seien jedoch die Daten. Ein Großteil der europäischen Webdaten befinde sich in den Händen großer Technologieunternehmen, was das Potenzial für lokale KI-Innovationen einschränke. Alexandre Zapolsky (LINAGORA) schloss sich dieser Meinung an und betonte die Notwendigkeit europaweiter Initiativen zur Unterstützung von Open-Source-KI und Datenzugang in großem Maßstab.

Milena Sokolic (Trace Labs) fügte hinzu, dass die Gewährleistung von Vertrauen und Transparenz in der KI ebenso wichtig sei wie der Zugang zu Daten. Sie betonte die Notwendigkeit, die Datenverwaltung zu dezentralisieren und starke Governance-Strukturen einzurichten, um Fehlinformationen und Verzerrungen in KI-generierten Inhalten zu bekämpfen.

Die Rolle von Open Source und KMU bei der Entwicklung von KI

Die Podiumsteilnehmer waren sich einig, dass Open-Source-Initiativen und europäische KMU eine wesentliche Rolle bei der Förderung von Innovationen spielen. Während große Unternehmen die KI-Entwicklung dominieren, haben Open-Source-Communitys ihre Fähigkeit unter Beweis gestellt, schnell zu reagieren und wettbewerbsfähige Alternativen zu schaffen. Granitzer wies darauf hin, dass von der Gemeinschaft betriebene, quelloffene LLMs im vergangenen Jahr rasch entstanden seien, was beweise, dass Bottom-up-Innovation gedeihen können, wenn sie angemessen unterstützt werde. Claus betonte jedoch, dass Forschung allein nicht ausreiche – Europa müsse schnell handeln, um technologische Fortschritte in lebensfähige Unternehmen umzuwandeln, die im globalen Wettbewerb bestehen können.

Datensilos aufbrechen

Ein großes Hindernis für den Fortschritt der KI in Europa ist die Fragmentierung der Datenquellen über verschiedene Länder und Sektoren hinweg. Das Podium betonte die dringende Notwendigkeit, über Länder- und Projektgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, um strukturierte, zugängliche und vertrauenswürdige Daten zu gewährleisten. Allzu oft laufen wertvolle KI- und Forschungsprojekte parallel, ohne dass Ressourcen effektiv geteilt werden, was zu Reibungsverlusten und Ineffizienz führt. Die Schaffung eines einheitlichen europäischen Datenökosystems sei entscheidend, um diese Silos zu überwinden.

Die Zukunft von Suche und KI in Europa

Eine der drängendsten Fragen der Moderatorin war, ob traditionelle Suchmaschinen im Zeitalter von Large Language Models noch gebraucht würden. Granitzer machte einen wichtigen Unterschied: Suchmaschinen greifen auf bestehende Informationen zu, während LLMs neue Inhalte generieren. Während LLMs leistungsstarke Funktionen zur Verarbeitung natürlicher Sprache bieten, bringen sie auch Herausforderungen wie Fehlinformationen und Halluzinationen mit sich. Die Zukunft der Suche wird daher wahrscheinlich ein hybrider Ansatz sein, der traditionelle Suchmethoden mit KI-gestützten Verstehenswerkzeugen kombiniert.

Aufruf zum Handeln

Zum Abschluss der Podiumsdiskussion teilten die Redner ihre Vision für die Zukunft der offenen Suche und der KI in Europa:

  • Schnelles und entschlossenes Handeln in großem Maßstab
  • Förderung vertrauenswürdiger, dezentralisierter KI-Lösungen
  • Mutige politische Maßnahmen, um private Investitionen anzuregen
  • das Wachstum der Open-Source-Gemeinschaft fördern
  • regulatorische und bürokratische Hindernisse für Forschende und Innovatoren abbauen

Die Diskussion machte deutlich, dass Europa das Potenzial hat, in den Bereichen KI und offene Websuche führend zu werden – wenn entschlossen gehandelt wird. Wie Christine Plote betonte, sind Zusammenarbeit, Offenheit und eine proaktive Politik entscheidend, um eine wettbewerbsfähige und vertrauenswürdige digitale Zukunft zu gewährleisten.

Sehen Sie die Podiumsdiskussion hier online.

 

Alle Keynotes, Impact-Präsentationen und Panels sind online verfügbar

Tag 1: https://ngiforum2023.eu/videos/plenaries-sessions-15-11/
Tag 2: https://ngiforum2023.eu/videos/plenaries-sessions-workshops-16-11/

NGI Impact Stories:
https://spaces.fundingbox.com/spaces/ngi-next-generation-internet-ngi-news-events/655f63014b8f8d23cf993957

Sechs Drittpartner haben sich dem EU-Forschungsprojekt OpenWebSearch.EU angeschlossen. Sie bringen neue technische, rechtliche und wirtschaftliche Themen in die Entwicklung einer europäischen Suchinfrastruktur für das Internet ein.

Starnberg, November 2023 – OpenWebSearch.EU hat sechs Drittpartner an Bord geholt, die in einer offenen Ausschreibung ausgewählt wurden. Mit dem großen Ziel, einen europäischen Open Web Index (OWI) zu realisieren, waren Forschungsstudien zu rechtlichen oder wirtschaftlichen Aspekten der offenen Suche gefragt sowie Konzepte für eine rechtskonforme Datenerfassung oder -verarbeitung, die auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen berücksichtigen.

Die neuen Drittmittelpartner wurden aus 21 Einreichungen ausgewählt. Die Ausschreibung richtete sich insbesondere an kleine Unternehmen, Innovatoren, Forschende oder Forschungsteams. Sie sollen die bestehenden FuE-Aktivitäten des EU-Projekts erweitern und bereichern. Die ausgewählten Partner erhalten für ihre Beiträge Teilfinanzierungen in Höhe von jeweils 25.000 bis 120.000 Euro.

Weitere offene Ausschreibungen folgen im ersten Quartal 2024. Erfolgreiche Drittpartner werden in laufende und zukünftige Aktivitäten zur Forschung und Entwicklung des Open Web Index integriert.

 

Die neuen Projektpartner von OpenWebSearch.EU:

MRC – Bewertung des Marktpotenzials für OpenWebSearch.eu: Quantifizierung von Nutzen und Kosten der Skalierung der EU-Websuche

Für die Bewertung des Marktpotenzials eines Open Web Index bringt das Team von Mücke Roth & Company um Dr. Daniel Nowakowski seine Expertise ein. Es wird sowohl ökonomische als auch nicht-ökonomische Aspekte, einschließlich gesellschaftlicher, kultureller und ökologischer Dimensionen des Projekts bewerten.

Mücke Roth & Company ist eine in Deutschland ansässige Unternehmensberatung mit rund 50 Mitarbeitern und über 70 unabhängigen Branchenexpertinnen.

Weitere Informationen über das Projekt MRC

LISA – Ein rechtlicher Rahmen für die Entwicklung und den Betrieb eines offenen Websuchindexes (rechtliche, geistige Eigentums- und Cybersicherheitsaspekte)

Das Projekt zielt darauf ab, konkrete Leitlinien aus rechtlicher, sozialer und sicherheitstechnischer Perspektive zu liefern. Unter diesem Gesichtspunkt überschreitet das Projekt Grenzen – nicht nur in technologischer, sondern auch in rechtlicher Hinsicht.
Der Projektverantwortliche Prof. Dr. Matthias Wendland, LL.M. (Harvard) ist Professor für Informationstechnologien an der Universität Oldenburg und leitet den Digital Law Hub an der Karl-Franzens-Universität Graz in Österreich.

Weitere Informationen über das Projekt LISA

OPEN CONSOLE – Open Console Implementierung

Für Regulierungen von Urheberrechten, Lizenzen und Missbrauchsmanagement braucht es ein Gefühl des Einverständnisses zwischen Datensammlern und -lieferanten. Gemeinsam verbessern die Mitwirkenden der Open Console die Verfügbarkeit und Qualität von Informationen über Websites und stärken so das Vertrauen der Nutzer:innen, dass ihre Daten sorgfältig und gemäß ihren Angaben verarbeitet werden.

„Die Open Console kann genutzt werden, um die Spielregeln zu vereinheitlichen: Teil der Open Console ist eine Alternative zu Google‘s Search Console. Sobald die Identität und die Eigentümerschaft einer Website nachgewiesen  und Daten eingegeben sind, können alle Suchmaschinen diese Informationen über eine Website zentral abrufen“, erklärt Mark Overmeer von Markov Solutions – ein in den Niederlanden ansässiges Unternehmen, das von Mark Overmeer und Thao Phuong Nguyen betrieben wird.

Weitere Informationen über das Projekt Open Console

LOREN – Legal Open European Web Index

Das Projekt LOREN wird eine umfassende Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen und Vorgaben für den Aufbau und Betrieb eines offenen Webindex liefern. Es wird Einblicke in die rechtlichen Auswirkungen von Crawling, Datenspeicherung und -austausch sowie Empfehlungen für einen offenen Webindex geben, der im Einklang mit europäischen Gesetzen und Vorschriften steht.

Projektverantwortliche sind Paul C. Johannes, ein deutscher Rechtsanwalt mit Schwerpunkt IT-Recht, und Dr. Maxi Nebel, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Provet bei ITeG und geschäftsführende Partnerin bei DRBG in Deutschland.

Weitere Informationen über das Projekt LOREN

ALMASTIC – Bewertung rechtlicher Risiken und Eindämmung von Herausforderungen eines offenen Webindex

Mit dem Projekt ALMASTIC will Prof. Dr. Kai Erenli (Fachhochschule des BFI Wien) den Open Web Index rechtssicher machen, indem er dessen technische Aspekte – Erhebung, Speicherung, Verbreitung – einer rechtlichen Bewertung unterzieht. Ziel ist es, Hindernisse zu identifizieren und rechtliche Risiken im Rahmen der globalen Verbreitung des Open Web Index zu reduzieren.

Weitere Informationen über das Projekt ALMASTIC

LAW4OSAI – Lizenz-bewusstes Web Crawling für Open Search AI

Dr. Daniel Braun (Universität Twente), Dr. Bernhard Waltl (Liquid Legal Institute) und Balthasar Cevc (fingolex) haben sich im Rahmen des Projekts LAW4OSAI zusammengetan, um ein lizenzbewusstes Crawling von Webinhalten zu ermöglichen, indem sie Lizenzen für Inhalte automatisch identifizieren und abrufen. Ziel des Projekts ist die Schaffung einer offenen, nach Lizenzen gefilterten Websuche und vor allem die Entwicklung offener großer Sprachmodelle für die Suchtechnologie der nächsten Generation. Dazu gehören die dialoggestützte Suche oder die Bilderstellung, die die Rechte der Autoren und das Urheberrecht respektieren.

Weitere Informationen über das Projekt LAW4OSAI

Pressekontakt:


Über das Projekt
Mit OpenWebSearch.EU fördert die EU erstmals ein Projekt, das die Websuche von morgen in Gang bringen soll. 14 Partnereinrichtungen – inklusive der Open Search Foundation (OSF) starteten im September 2022. In den nächsten drei Jahren werden die Forscher:innen vor allem den Kern eines europäischen Open Web Index (OWI) erarbeiten. Das Projekt wird mit 8,5 Millionen Euro aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm Horizon Europe (Vereinbarung Nr. 101070014) gefördert.

Über Horizont Europa
Horizont Europa ist das wichtigste Finanzierungsprogramm der EU für Forschung und Innovation. Es zielt darauf ab, eine wissens- und innovationsbasierte Gesellschaft sowie eine wettbewerbsfähige Wirtschaft aufzubauen und dabei eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Das Programm trägt zur Umsetzung der Leitlinien der Europäischen Kommission bei.

Förderhinweis
„Funded by the European Union. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the European Union or Horizon Europe. Neither the European Union nor the granting authority can be held responsible for them.“