Advent Calendar Open Search Foundation

Auf der Suche nach dem ultimativ nützlichen Adventskalender?

Dann haben wir gute Nachrichten 🎄 Wir nehmen euch mit auf eine 24-tägige Wissenstour. Holt Euch täglich Tipps und Infos aus der Open Search-Community rund um die Websuche, digitale Selbstverteidigung, alternative Suchmaschinen, empfohlen von Experten.

24 Tage, 24 Tipps – Bleibt dran und habt eine schöne Vorweihnachtszeit!

Open Search Foundation - Adventcalendar Day 1

1. Dezember – Suchtricks, die dich schneller ans Ziel bringen

Zu viele oder die falschen Suchergebnisse? Die sogenannten Suchoperatoren helfen dir, deine Suche gezielter zu gestalten. Sie funktionieren für die meisten Suchmaschinen.

🔴 Plus-Zeichen +

Das Pluszeichen verbindet mehrere Suchworte miteinander. Du kannst auch einfach zwei oder mehrere Schlüsselwörter in das Suchfeld schreiben, das wirkt genau wie ein Pluszeichen.

Beispiel: Rezepte Weihnachtskekse Marzipan
(zeigt Rezepte für Weihnachtskekse mit Marzipan)

🔴 Minus-Zeichen –

Mit einem Minuszeichen kannst du Suchergebnisse ausschließen, es zeigt der Suchmaschine, dass du dieses Wort nicht suchst.

Beispiel: Weihnachtskekse -Lebkuchen
(zeigt Weihnachtskekse außer Lebkuchen)

🔴 Anführungszeichen/Zollzeichen „…“

Wenn du spezielle Wortgruppen in einer bestimmten Reihenfolge oder ein Wort in einer genauen Schreibweise finden möchtest, setzt du die Begriffe in Anführungszeichen.

Beispiel: „I am dreaming of a white christmas“
(gibt Ergebnisse über das gleichnamige Lied aus)

🔴 Kombinationen

Du kannst die Suchoperatoren beliebig kombinieren.

Beispiel: Weihnachstlied -„Last Christmas“
(zeigt Weihnachtslieder außer Last Christmas)

🔴 Von … bis #..#

Mithilfe dieses Operators kannst du die Suche nach einem bestimmten Zeitraum oder einem numerischen Bereich eingrenzen.

Beispiel: Weihnachtsfilme 2000..2020
(zeigt nur die Filme von 2000 bis 2020 an)

🔴 site:

Sehr nützlich! Mit site: beschränkst du die Ergebnisse auf eine spezielle Domain. Du kannst also site:xxxxxx.de eingeben, um nur auf dieser Domain zu durchsuchen.

Beispiel: site:xmasanimals.santa reindeer
(um Rentiere nur auf der Domain xmasanimals.santa zu suchen)

Fröhliches Suchen!

2. Dezember – DuckDuckGo

Genug von Suchmaschinen, die Ihre Privatsphäre nicht respektieren? Es gibt Alternativen!
Wirf zum Beispiel einen Blick auf #DuckDuckGo. Diese Suchmaschine hat es sich zur Aufgabe gemacht, deine Privatsphäre zu schützen.

Was ist für sie wichtig? Die Online-Privatsphäre einfach und für alle zugänglich zu machen. Sowohl IP-Adressen als auch Nutzerdaten werden nicht verfolgt. Und Cookies? Sie werden nur verwendet, wenn es absolut notwendig ist.

DuckDuckGo-Facts:

➡️ Index: Bing and own Crawler
➡️ Sitz: USA
➡️ Mobile App: Ja
➡️ Special Features: “Bang-Syntax”

Auch gut zu wissen: DuckDuckGo generiert Suchanfragen basierend auf Suchanfrage und nicht auf Personendaten. Lange Rede, kurzer Sinn: Für dieselbe Suchanfrage erhält jeder die gleichen Suchergebnisse.

Neugierig geworden? Dann probier DuckDuckGo doch einfach mal aus!

3. Dezember – Es gibt keine Alternativen Suchmaschinen!

Moment mal!? – Schließlich haben wir Euch gestern eine alternative Suchmaschinen vorgestellt (und weitere werden folgen). Aber ja, du hast richtig gelesen! Lass uns dir einen schnellen Überblick geben, warum die alternativen Suchmaschinen keine echten Alternativen sind. Bleib dran!

1) Um schnell zu sein, brauchen Suchmaschinen einen Index

Um Suchanfragen so blitzschnell beantworten zu können, wie wir es gewöhnt sind, greifen Suchmaschinen auf einen sogenannten Index zurück. Vereinfacht gesagt, ist ein solcher Suchindex eine Art Inhaltsverzeichnis, eine riesengroße Kartei mit den Informationen und Dokumenten, die über das WWW zugänglich sind.

Dafür durchsuchen automatische Programme laufend das Web. Diese Programme werden „Crawler“ genannt. Wenn sie auf einer Webseite Links finden, folgen sie ihnen zur nächsten Seite. Die Webadressen der gefundenen Seiten speichern sie zusammen mit wichtigen Schlüsselwörtern in einer Art Inhaltsverzeichnis, dem „Suchindex“.

So bietet der Index immer einen Überblick, welche Websites es gibt und welche Inhalte sie bieten. Wenn wir dann auf „Suchen“ drücken, muss die Suchmaschine nicht mehr das ganze WWW durchsuchen. Sie sucht nur noch im Index. Und das geht blitzschnell.

2) Es gibt weltweit nur vier Indizes von Bedeutung

Weltweit gibt es nur vier Suchindizes von Bedeutung: Baidu (China), Yandex (Russland), Bing und Google (jeweils USA). Alle vier sind proprietär und entweder staatlich gelenkt oder kommerziell ausgerichtet. Keiner ist in Europa beheimatet. Auf Google entfällt weltweit ein Marktanteil von rund 90 Prozent.

Einen Suchindex zu erstellen und zu pflegen ist enorm aufwendig. Daher nutzen alle alternativen Suchmaschinen komplett oder zum größten Teil einen dieser vier Indizes. In Europa sind das in der Regel die Indizes von Google oder Bing.

3) Darum sind die Alternativen Suchmaschinen keine echten Alternativen

Aktuell sind die alternativen Suchmaschinen also von proprietären Suchindizes abhängig. Und wenn eine Suchmaschine auf den Index und die Ergebnisse eines der führenden Suchmaschinenanbieter zurückgreifen muss, und dieser Anbieter die Bedingungen diktieren kann, kann man nicht von einer echten Alternative sprechen.

Aber, immerhin: sind die meisten aktuellen Alternativen Suchmaschinen besser als nichts, denn sie bieten in der Regel, im Gegensatz zu den „Großen“, deutlich mehr Privatsphäre und weniger oder gar kein User-Tracking.

Übrigens: Wir, die Open Search Foundation, arbeiten gemeinsam mit anderen Institutionen (OpenWebSearch.eu) an neuen Möglichkeiten für die Internetsuche, zum Beispiel an einem offenen Webindex, der dann als eine transparente und offene Basis für die Internetsuche dienen kann.

4. Dezember – Ecosia

Grün. Grüner. Ecosia. 🌳 Man kann im Internet suchen und gleichzeitig helfen, Bäume zu pflanzen.

Wie das geht? Die Suchmaschine Ecosia setzt ihre Gewinne für den Klimaschutz ein, indem sie rund 80 % davon an Baumpflanzprojekte auf der ganzen Welt spendet. Durch die Nutzung dieser alternativen Suchmaschine tragen Sie im Grunde zur Wiederaufforstung bei.

Doch neben der Vision gehört auch der Schutz Eurer Privatsphäre definitiv dazu!

Ecosia-Fakten:
➡️ Verwendeter Index: Bing
➡️ Sitz in: Deutschland
➡️ Mobile App: Ja
➡️ Besondere Merkmale: Impact-Zeiger, der anzeigt, wie viele Bäume man gepflanzt hat

Wisst Ihr, was interessant ist? Unternehmen, die mit fossilen Brennstoffen Geld verdienen, kennzeichnet Ecosia in den Suchergebnissen mit einem Symbol – einem Kohlekraftwerk.

Eine Sache, die Sie beachten sollten: Für Suchen ohne Klick können keine Spenden getätigt werden.

Los geht’s – testen Sie das Sucherlebnis mit www.Ecosia.org!

5. Dezember – „Zeig mir, was du suchst und ich sage dir, wer du bist.“

Was verraten unsere Suchanfragen über uns?
Kann man allein anhand von Such-Spuren aus der Vergangenheit das Leben einer Person nachbilden?
Und wie manipulierbar werden wir dadurch?

⛔ Spoiler: Sehr viel. Ja. Sehr.

Google sammelt gerne Daten, das ist kein Geheimnis. Aber: Kennt Google uns am Ende besser als wir uns selbst? Das untersucht das spannende Datenexperiment Made to measure. Es zeigt nicht nur, wie viele intimste Daten Google über uns speichert, sondern auch wie verletzlich und manipulierbar uns das machen kann.

Hier ist der Link zu diesem spannenden und augenöffnenden Video:

English: https://madetomeasure.online/en/
German: https://madetomeasure.online/de/
Sous-titres en français: https://madetomeasure.online/fr

Sehr empfehlenswert: Unbedingt ansehen!

Eure Hausaufgaben für heute ;-)
1) Video ansehen
2) Überlegen, ob das Video eure Einstellung geändert hat.
3) Auf eine Suchmaschine wechseln, die eure Privatsphäre respektiert – Tipps dafür hier im Adventkalender ;-) ein erster und leichter Schritt für ein Leben mit mehr Privatsphäre im Netz.

6. Dezember – Suchmaschinen für Kinder

Was macht Kinder glücklich? Nicht nur der Nikolaustag, an dem sie in Deutschland traditionell Süßigkeiten und Geschenke bekommen – sondern auch, wenn sie in ihrem eigenen Tempo und sicher im Internet recherchieren können!

„Es ist wichtig, dass Kinder lernen, mit der Internetsuche umzugehen. Deshalb sind Kindersuchmaschinen, die speziell für Kinder geschriebene Seiten bevorzugen, wichtig“, sagt Melanie Platz, Professorin an der Universität des Saarlandes und Co-Moderatorin der osf-Fachgruppe Bildung+Lesung.

Die Vorteile?
1️⃣ Für Eltern ist es eine große Erleichterung, zu wissen, dass ihr Kind sichere, kindgerechte Webseiten besucht.
2️⃣ Für Kinder ist es viel einfacher, geeignete Suchergebnisse zu finden, ohne auf verwirrenden oder sogar gefährlichen Websites zu landen.
3️⃣ Websites, die für Kinder nicht geeignet sind oder sogar Angst machen könnten, werden herausgefiltert.

Für Deutschland empfiehlt Melanie Platz die folgenden 3 Suchmaschinen für Kinder:
🔍 Blinde Kuh: gut gepflegt, bietet tolle Linkverbindungen zu vielen verschiedenen Themen
🔍 FragFinn: wird ständig aktualisiert, speist sich aus den Vorschlägen der Kinder
🔍 HellesKoepfchen: Suchmaschine, Wissensportal + Netzwerk für 8- bis 16-Jährige in einem

Die europäische Suchmaschine Qwant bietet auch Qwant Junior – eine zuverlässige, sichere und lustige Suchmaschine für Kinder an. Ihre Fokus liegt darauf, sich auf pädagogische Inhalte für Kinder zu konzentrieren und ihnen eine sichere Suche zu ermöglichen, indem sie ungeeignete Inhalte blockieren.
✔️ angepasst an Kinder von 6 bis 13 Jahren
✔️ keine Werbung
✔️ verfügbare Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch

Kennen Sie weitere Kindersuchmaschinen? Teilen Sie uns diese gerne mit!

Weitere Tipps und Downloads für Eltern und Kinder finden Sie hier:
➡️ englische Version
➡️ deutsche Version

7. Dezember – Google Takeout

Ihr Fußabdruck, bitte!

Neugierig, was Google über Sie weiß?
Spoiler: In der Regel SEHR viel. Wie zum Beispiel: Mehrere Gigabyte.

Google bietet in diesem Fall mit Google Takeout ein hohes Maß an Transparenz. Es listet alles auf, was Sie jemals, bewusst oder unbewusst, in Ihrem Google-Konto gespeichert haben, und alles, was Sie mit Ihrem angemeldeten Konto gemacht haben. Websuche, Google Maps, YouTube, Chrome-Browser, GMail, Google Docs, Android…

Unabhängig davon, was danach mit Ihren Daten geschieht (zum Beispiel dies) – wäre es nicht interessant zu wissen, was Google über Sie weiß? Daran erinnert zu werden, wonach Sie am 5. August 2018 gesucht haben, welchen Online-Shop Sie am 7. Dezember 2017 besucht haben oder wo Sie am 13. Mai 2021 waren?

Ganz einfach: ➡ Gehen Sie zu Google Takeout, indem Sie hier klicken, melden Sie sich mit Ihrem Google-Konto an, wählen Sie die Dienste aus, die Sie herunterladen möchten – und seien Sie verblüfft!

Wie groß ist Ihr Google-Fußabdruck? Und sind Sie überrascht und/oder besorgt darüber, was Google über Sie gespeichert hat? Machen Sie sich Sorgen um Ihre Privatsphäre? Wir sind neugierig!
Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen!

Von dort stammen übrigens auch die Daten des Protagonisten des Made-to-Measure-Experiments (siehe Türchen Nr. 5), bei dem das Leben einer Person allein anhand ihrer Google-Suchdaten aus fünf Jahren rekonstruiert wurde.

8. Dezember – Qwant

Sucht Ihr nach einer Suchmaschine, die „nichts über Euch weiß“? So stellt sich das europäische Unternehmen Qwant vor. Sie verfolgen weder Eure Suchanfragen noch verfolgen sie Euch zu Werbezwecken. Die Anzeigen, die Ihr dort seht, basieren nicht auf Micro-Targeting, sondern sind rein kontextbasiert.

Während der Online-Datenschutz definitiv an erster Stelle steht, zeichnet sich Qwant auch durch sein modernes Design und seine Benutzeroberfläche aus.

Ihre Mission: das Bewusstsein aller Menschen für den Wert ihrer digitalen Daten zu schärfen. Qwant möchte Euch vor allem dabei unterstützen, aufgeklärte Internetnutzer zu werden.

Qwant-Facts:
➡️ Verwendeter Index: Bing + eigener Crawler
➡️ Sitz in: Frankreich
➡️ Mobile App: Ja
➡️ Besondere Merkmale: Qwant VIPrivacy – Browser-Erweiterung, die Tracker und Cookies blockiert; kein Tracking, nur kontextbezogene Werbung wird angezeigt

Plus: Die von Qwant speziell für Kinder entwickelte Suchmaschine „Qwant Junior“ ist in vier verschiedenen Sprachen verfügbar: Französisch, Englisch, Deutsch und Italienisch. Mit dem Hauptaugenmerk auf pädagogischen Aspekten bietet sie ein Sucherlebnis für Kinder von 6 bis 13 Jahren.

Wenn Ihr Euch für eine vielfältige und wirklich europäische Suchmaschine entscheiden möchtet, solltet Ihr Qwant ausprobieren! 🔍

Lasst uns wissen, was Ihr davon haltet!

9. Dezember – …und Großvater fragte: „Was ist ein Browser?“

Die heutige Hausaufgabe: ➡ Erklärt eurem Opa oder eurer Tante oder eurem Kind den Unterschied zwischen einem Browser, einer Suchmaschine und einem Suchindex! – Gar nicht so einfach, oder? … Keine Sorge, wir haben hier ein paar Grundlagen für euch! Und wir erklären auch, warum es für viele Menschen ganz normal ist, Browser mit Suchmaschine zu verwechseln – und Suchmaschine mit Suchindex …

1) Ein Browser ist ein Computerprogramm oder eine App, mit der ihr euch Webseiten ansehen können, sozusagen euer Tor zum WWW.

  • Websites bestehen eigentlich nur aus technischem Text, dem so genannten Quellcode. Damit die Website angezeigt werden kann, braucht man einen „Übersetzer„. Das ist der Browser. Er „übersetzt“ den Quellcode in eine Website mit Text, Bildern, Videos usw.
  • Browser gibt es auf Computern, Tablets und Smartphones. In der Regel ist ein bestimmter Browser von Anfang an voreingestellt, meist Chrome (Google/Android), Edge (Microsoft/Windows) oder Safari (Apple/iphone).
  • Ihr könnt den Standardbrowser aber auch ändern und zum Beispiel Firefox, Brave oder Tor wählen.

2) Die Suchmaschine ist im Grunde nur eine spezielle Webseite, auf der man nach anderen Seiten im WWW suchen kann (natürlich stecken eine Menge sehr komplizierter Programme und Algorithmen dahinter, aber das ist eine andere Geschichte).

  • Man ruft die Website einer Suchmaschine mit einem Browser auf. Allerdings …
  • … sind Suchmaschinen inzwischen so tief in das Betriebssystem und den Browser integriert, dass sie nicht mehr als zusätzlicher Dienst wahrgenommen werden. Wir müssen nicht mehr unbedingt auf die Website der Suchmaschine gehen, um zu suchen, sondern geben unsere Suchanfrage normalerweise einfach in die Adresszeile des Browsers ein. >> Viele Menschen wissen daher nicht, dass Suchmaschine und Browser nicht dasselbe sind.
  • Die beliebteste und bei weitem am meisten genutzte Suchmaschine ist Google mit einem Anteil von rund 90 %. Das liegt auch daran, dass Google viel Geld an Computer- und Handyhersteller wie Apple zahlt, um die Standardsuchmaschine zu sein.
  • Einige unabhängige alternative Suchmaschinen stellen wir hier im Adventskalender vor.

3) Suchmaschinen nutzen einen sogenannten Suchindex, um Suchanfragen so schnell beantworten zu können, wie wir es gewohnt sind.

  • Vereinfacht ausgedrückt ist ein Suchindex eine Art Inhaltsverzeichnis des WWW, ein Inventar mit den Informationen und Dokumenten, die zugänglich sind.
  • Für weitere Informationen über den Index schicken wir euch zurück zu Türchen #2. Oder sehen Sie hier nach.

👍 👎 ❓ Haben wir es verständlich erklärt? Dann wird sich Opa freuen … und nie wieder denken, dass sein Browser eine Suchmaschine ist 😉

10. Dezember – Ihr sucht mehr als eine normale Suchmaschine?

Dann ist es #Brave!

Brave bietet nicht nur eine Suchmaschine, sondern auch einen eigenen, auf den Datenschutz ausgerichteten Desktop #Browser. Ihr müssen nicht unbedingt den Brave-Browser herunterladen, um die Suchmaschine von Brave nutzen zu können. Aber ist das nicht ein Nice-to-have?

Drei Eigenschaften, mit denen man Brave beschreiben kann? Stefan Voigt, Vorstandsvorsitzender von osf, sagt: ➡️ „vertrauenswürdig, datenschutzkonform und ein interessanter Ansatz“.

Brave-Facts:
➡️ Verwendeter Index: eigener Crawler + Bing & Google
➡️ Sitz in: USA
➡️ Mobile App: Ja + Desktop-Browser
➡️ Besondere Merkmale: „Goggles“ – Nutzer können einen eigenen Ranking-Algorithmus für ihre Suchanfragen wählen. Damit hat man eine große Kontrolle über seine Suchanfragen. Ihr könnt entweder Eure eigenen Goggles erstellen oder auf bereits vorhandene Goggles zurückgreifen.

Interessant ist der Index: Brave liefer die meisten seiner Suchergebnisse aus seinem eigenen, unabhängigen Index. Diese Ergebnisse können durch Ergebnisse aus den Indizes von Bing und Google ergänzt werden. Brave Search arbeitet noch daran, die Anzahl der Ergebnisse aus dem eigenen Index steigern. Ihr könnt die Anteile der Ergebnisse aus dem Brave-eigenen Index sowie der anderen Web-Indizes mit der Funktion „Suchergebnisunabhängige Metriken“ überprüfen.

⚡️ Habt Ihr schon einmal von Brave-Rewards gehört? Man kann sie verdienen, indem man Brave-Ads aktiviert. Durch das Anschauen dieser Anzeigen können Nutzer ein Kryptowährungstoken namens Basic Attention Token (BAT) verdienen. ➡️ Hier kann man auch das Brave-Wallet nutzen, indem man die verdienten BATs dort speichert.

Teilt Ihr Stefans Meinung über Brave?

11. December – Interview mit ChatGPT über die Internetsuche

„Entdecken Sie die Zukunft der Internetsuche mit ChatGPT! Im heutigen Adventskalendertürchen erfahren Sie, wie dieser Bot mit künstlicher Intelligenz die Art und Weise, wie wir im Internet suchen, verändern kann. Außerdem präsentieren wir ein exklusives Interview mit ChatGPT selbst.“
[Teaser geschrieben von ChatGPT]

👉 Christine Plote, osf-Vorstandsmitglied und Co-Moderatorin der osf-Arbeitsgruppe Ethik, hat ChatGPT zum Thema Internetsuche und die Zukunft der Suche im Hinblick auf Bots wie ChatGPT „interviewt“.

Lesen Sie das „Interview“ hier: „Die Dominanz einiger weniger großer Unternehmen auf dem Markt für Internetsuche kann ethische Bedenken aufwerfen“, sagt ChatGPT

12. Dezember – Du magst die Google-Suche zu sehr, um zu einer datenschutzfreundlichen alternativen Suchmaschine zu wechseln? Dann lies Pernille Tranbergs Tipp für eine sichere Internetsuche!

„Mein wichtigster Tipp für eine sicherere Suche: Vermeidet Google Search und Chrome. Das liegt daran, dass sie so viele Daten über uns sammeln und Profile von uns erstellen. Und all diese Daten werden auf allen Google-Plattformen verwendet, was sie groß macht. Wenn Ihr dennoch die Google-Suche nutzen möchtet, verwendet Startpage.com. Startpage baut auf der Google-Suche auf, aber Ihr werdet nicht verfolgt und profiliert. Stellt es als Standardsuchmaschine in Safari und Firefox ein“, sagt Pernille Tranberg, Expertin und Beraterin für Datenethik und Datendemokratie, Mitbegründerin des europäischen Thinkdotanks DataEthics.eu.

Genau! Heute möchten wir Euch über #Startpage informieren. Diese alternative Suchmaschine nutzt Googles Suchergebnisse und ist für ihren datenschutzfreundlichen Ansatz bekannt.

Startpage-Facts:
➡️ Verwendeter Index: Google
➡️ Sitz in: Niederlande
➡️ Mobile App: Nein
➡️ Besondere Merkmale: Anonyme Ansicht. Wenn Ihr auf die Maske neben Eurem Suchergebnis klickt, öffnet Startpage die Seite unter Verwendung eines Proxys. Damit könnt Ihr Eure Privatsphäre bei der Suche erhöhen. Und wie kann man sicher sein, dass man wirklich im anonymen Modus surft? Es sollte ein blauer Rahmen um das Browserfenster zu sehen sein.

Es gibt eine Reihe von datenschutzfreundlichen Funktionen, zum Beispiel die kostenlose Browsererweiterung „Startpage privacy protection“.⚡️ Damit lassen sich viele Tracker und Cookies verhindern. Sowohl Suchanfragen als auch persönliche Daten können so geschützt werden.

13. Dezember – Besser und sicherer suchen im Internet? Das Zauberwort lautet: offen

„Mein Rat dazu ist im Kern sehr kurz: Suchmaschinen nutzen, die ihren Quellcode öffentlich machen. Denn alle anderen haben „etwas zu verbergen“. Wolfgang Sander-Beuermann, Computer Wissenschaftler und Gründer Metager/SUMA e.V., gibt Tipps für die Internetsuche und erklärt die Vorteile von „Open Source“.

Lies das komplette interview und erfahre, warum Open Source so wichtig ist für die Internetsuche

14. Dezember – Go metasearch!

Alternative Suchmaschinen sind ein großes Thema. Aber haben Sie schon einmal eine sogenannte Metasuchmaschine benutzt? Sie haben keinen eigenen Index, sondern kombinieren Suchergebnisse aus verschiedenen Quellen.

Die Vorteile:

  • Sie erhalten mit nur einer Suchanfrage Suchergebnisse von verschiedenen Suchmaschinen.
  • Neutralere und vergleichbare Ergebnisse durch die Kombination von Ergebnissen aus vielen Suchmaschinen.
  • Sie zeigen die Suchergebnisse in einer Ergebnisliste an, die nochmals sortiert wird.

Zum Beispiel metager.de: „Es ist deutsch, es ist offen, es ist eine Bewegung, die unterstützt werden sollte“, sagt Anton Frank (TUM München und Mitglied der osf) über die wichtigste deutsche Metasuchmaschine.

1996, während der Computermesse CeBIT, skizzierte der deutsche Ingenieur Wolfgang Sander-Beuermann seine Idee von MetaGer auf einer Serviette. Heute ist es ein Projekt der in Deutschland ansässigen NGO „SUMA-EV“, einem Verein für freien Zugang zu Wissen im Internet.

Was ist besonders wichtig für MetaGer?

  • Datenschutz: keine Verfolgung oder Speicherung von Nutzerprofilen
  • Freier Zugang zu Wissen: Bereitstellung von freiem Quellcode
  • Nachhaltigkeit: Verwendung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen

MetaGer-Fakten:
➡️ Index: kombiniert Ergebnisse aus vielen verschiedenen Suchmaschinen und Quellen
➡️ Sitz in: Deutschland
➡️ Mobile App: Ja, für Android
➡️ Besonderheiten: Möglichkeit, eine persönliche Blacklist zu erstellen

Hohe Transparenz: neben jedem Ihrer Suchergebnisse können Sie sehen, von welcher Suchmaschine das Ergebnis stammt.

Wenn Sie völlig anonym auf MetaGer suchen wollen: Klicken Sie auf den Link „Anonym öffnen“ unterhalb Ihres Suchergebnisses. Sie bleiben dann nicht nur beim Besuch der Suchergebnisseiten anonym, sondern auch bei nachfolgenden Klicks.

Eine weitere Metasuchmaschine ist „Searx„. Sie ist sowohl datenschutzfreundlich als auch quelloffen. Ein gutes Feature: Wie auch bei MetaGer kann man in den Einstellungen auswählen, welche Suchmaschinen Searx bei der Anzeige der Suchergebnisse verwenden soll.

Ihr habt auf ein Zeichen gewartet, eine der Metasuchmaschinen auszuprobieren? Hier ist es!

15. Dezember – Googling Qatar WorldCup

Ihr denkt, Ihr bekommt die gleichen Suchergebnisse wie deine Freunde in Indien oder Italien? Dann denkt nochmal nach …

Google (und andere Suchmaschinen) personalisieren ihre Suchergebnisse – das ist allgemein bekannt. Je nach persönlichem Suchverlauf, besuchten Websites, Gerät, Standort usw. erhalten wir „unsere“ persönlichen Ergebnisse. Aber was bedeutet das im wirklichen Leben?

Was sehe ich, wenn ich ‚Qatar World Cup‘ google, und was sieht jemand in Indien? Unterscheidet sich das von dem, was ich sehen würde, wenn ich in Italien oder Norwegen wäre? – Die kurze Antwort lautet: Ja.

Natalia Stanusch hat anhand der Fußballweltmeisterschaft in Katar einen Ländervergleich gestartet: Wo landen Seiten, auf denen über Menschenrechte in Katar diskutiert wird, auf den SERPs (Suchergebnisseiten) in unterschiedlichen Ländern, wenn man „Qatar World Cup“ googelt?

Den Artikel könnt Ihr auf dataethics.eu lesen:

„What Happens If You Google ‘Qatar World Cup’ in 18 Different Countries“

16. Dezember – Alternative Suchmaschine Neeva

Neeva wurde von einem ehemaligen Google Top-Manager entwickelt. Die Suchmaschine basiert auf einem werbefreien Geschäftsmodell und legt den Fokus auf Datenschutz.

Die Basisversion von Neeva kostenfrei. Wenn Ihr mehr Kontrolle über Eure Privatsphäre haben und von zusätzlichen Funktionen profitieren möchtet, müsst Ihr ein Upgrade erwerben. Neeva wurde im Oktober in Europa eingeführt. Die Premium-Version ist bisher nur in den USA erhältlich.

Neeva-Fakten:
➡️ Verwendeter Index: eigener Crawler + Bing
➡️ Sitz in: USA
➡️ Mobile App: Ja
➡️ Besondere Funktionen: Depriorisierung von Quellen in den Suchergebnissen (nur verfügbar, wenn Sie Premium-Mitglied sind)

  • Kürzlich wurde der Bias Buster eingeführt: Durch Verschieben eines Schiebereglers von links nach rechts können Sie das politische Spektrum der Nachrichten wählen, die Sie sehen.
  • Angekündigt: KI-gestützte Upgrades für Neeva. Auf der Grundlage künstlicher Intelligenz erhalten die Nutzer die relevantesten Suchergebnisse, einschließlich der Quelle der einzelnen Ergebnisse.
  • Gut zu wissen, bevor Sie mit der Suche mit Neeva beginnen: Wenn Sie möchten, dass Ihr Suchverlauf gespeichert wird, müssen Sie dies manuell aktivieren, da er nicht standardmäßig gespeichert wird.

Sridhar Ramaswamy, CEO und Mitbegründer von Neeva, präsentierte die Pläne für Neeva auf der #ossym21, das Video könnt Ihr euch hier ansehen: https://videos.cern.ch/record/2295290

17. Dezember – Clever sein, auf Browser-Vielfalt setzen

Browser sind unser Tor zum WWW. Warum also verwenden die meisten von uns einfach den, der auf unserem Mobiltelefon oder Computer vorkonfiguriert ist, ohne darüber nachzudenken? Schließlich ist es keine große Sache, den Browser zu wechseln – nur einen Download entfernt.

Wir haben uns in der Open Search Community umgehört. Die Vorlieben sind sehr unterschiedlich, bei den folgenden Tipps sind sich jedoch alle einig:

  1. Wenn wir Wert auf unsere Privatsphäre legen, sollten wir nicht nur unsere Suchmaschine sorgfältig auswählen, sondern auch darauf achten, welche Browser wir verwenden. Denn die privateste Suchmaschine ist nur so privat wie der Browser, den man benutzt.
  2. Finger weg von Chrome! Der ansonsten sehr moderne und fortschrittliche Google Chrome-Browser wirft ⛔ ernsthafte Datenschutzbedenken auf, z. B. wegen der detaillierten Erstellung von Nutzerprofilen/Nutzer-Tracking, der Weitergabe von Nutzerdaten an andere Google-Dienste, Googles Monopolstellung… (Leseempfehlung: Leah Elliotts Webcomic: contrachrome.com)
  3. Es gibt eine Reihe von Browsern zum Schutz der Privatsphäre mit vielen fortschrittlichen Funktionen. Probiert verschiedene Browser aus, um zu sehen, welcher für Euch am besten geeignet ist. Und: Legt nicht alle Eier in einen Korb. Ihr könnt auch mehrere Browser parallel und damit für unterschiedliche Zwecke verwenden.

✅ Wenn also nicht Chrome, was dann?

Am meisten empfohlen wurden von den Community-Mitgliedern die folgenden Browser:

➡️ Firefox
➡️ Safari
➡️ Vivaldi
➡️ Brave

Diese Browser legen großen Wert auf Datenschutz und Sicherheit und verfügen über Funktionen wie Tracker-Blocker und „Private Browsing“-Modi.

Besondere Empfehlung für Nutzer, die ihre Anonymität im Internet schützen wollen:
➡️ TOR (The Onion Router)

  • Der kostenlose Open-Source-Webbrowser ermöglicht es Nutzern, anonym im Internet zu surfen, ohne dass ihr Standort preisgegeben wird.
  • Er verwendet mehrere Verschlüsselungsebenen, um die Identität der Nutzer zu schützen.
  • Am besten geeignet für: Journalisten, Aktivisten oder Nutzer, die in Ländern leben, in denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt ist.
  • Weniger geeignet für: Nutzer, die schnelle Ladezeiten und Zugang zu allen verfügbaren Diensten im Internet wünschen.

18. Dezember – „Geben Sie ein, was Sie wissen oder berechnen wollen“: WolframAlpha

Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen ist das Ziel einer Suchanfrage über Wolfram Alpha nicht eine Auflistung von Hyperlinks, über die der Nutzer eine Antwort auf seine Anfrage finden kann, sondern eine Zusammenstellung von Fakten zu konkreten Ergebnissen.

👍 Beeindruckend: die übersichtliche und exzellent ausgearbeitete grafische Visualisierung der Ergebnisse

WolframAlpha ist besonders nützlich, wenn Ihr schnelle und präzise Antworten auf Sachfragen suchen oder komplexe Berechnungen und Analysen zu einer Vielzahl von mathematischen, wissenschaftlichen und technischen Themen durchführen müssen.

Einige der wichtigsten Funktionen von WolframAlpha sind:
✅ Berechnungen durchführen und Gleichungen lösen
✅ Daten visualisieren und Diagramme erstellen
✅ detaillierte Informationen zu bestimmten Themen oder Konzepten bereitstellen
✅ Datensätze vergleichen
✅ statistische Analysen durchführen

❓Was steckt dahinter?
WolframAlpha ist eine sogenannte „semantische Suchmaschine“, das heißt, sie akzeptiert natürliche Sprache als Eingabe und versucht, die Semantik einer Frage zu erfassen. Um Antworten zu liefern, verfügt es nicht über einen Crawler und einen Index, der Hyperlinks mit Snippets erstellt, wie eine herkömmliche Suchmaschine, sondern das System liefert vorgefertigte Listen und Tabellen.

WolframAlpha-Fakten:
➡️ Index verwendet: Kein Index; WolframAlpha sammelt Daten von akademischen und kommerziellen Webseiten, z.B. The World Factbook der CIA, United States Geological Survey, Universitätspublikationen, Wörterbücher, Dow Jones, …
➡️ Sitz in: USA
➡️ Mobile App: Ja
➡️ Sprachen: Englisch, Spanisch, Chinesisch

Beispiele für die Verwendung:
🎓Studenten – Hausaufgaben und Forschungsprojekte
🧑🏫 Lehrkräfte – Lehrmittel zur Veranschaulichung von Konzepten und zur Demonstration von Problemlösungsmethoden
📊 Forscher – Daten untersuchen und statistische Analysen durchführen

19. Dezember – Monday is Funday. Von ‚Civil Rights Cats‘, dem Essen begabter Kinder und Werwölfen

Endspurt in die Feiertage! Und weil wir alle noch so viel zu tun haben, bietet unser heutiges Adventskalendertürchen etwas zum Lächeln.

Was ist, wenn ich bei der Bildersuche einen Tippfehler mache? Wenn aus ‚Civil Rights Act‘ versehentlich ‚Civil Rights Cat‘ wird? Oder ‚Dog Breeds‘ zu ‚Dog Bread‘ wird? Dann gibt es ein paar Bilder zum Lachen!

😉 https://www.pocket-lint.com/apps/news/142727-accidentally-hilarious-image-searches

Auch Autosuggest ist gut für ein Lächeln … Sonst eine problematische Suchfunktion, weil sie Vorurteile und Fehlinformationen fördern oder die Privatsphäre der Nutzer verletzen kann, entlarvt die Vorschlagsfunktion auch, wonach  Leute suchen.

Da wird schon mal überlegt, ob man den eigenen ➡️ IQ steigern kann, indem man begabte Kinder isst. Oder ➡️ was ein ‚boyfriend‘ ist und wo ihn downloaden kann. Überraschend auch die Ergänzungen für ➡️ „I think I might be…“. Sie reichen von Werwolf über Genie bis Soziopath.

😉 Wundern und schmunzeln: https://unpasted.com/trending/funny-searches-questions/

20. Dezember – „Die Findemaschine im Suchmaschinenmarkt“ – thinkers.ai

„Corporate Search“ – Als B2B-Service, will thinkers.ai die Datenbeschaffung + Content-Suche für Unternehmen automatisieren und repetitive manuelle Internetrecherchen reduzieren.

Versprechen:
Qualität und Objektivität durch maschinelles Lernen filtern nur die relevanten Ergebnisse, beschleunigen den Suchprozess. Künstliche Intelligenz wird z.B. bei der Spam-Filterung, der Überprüfung von Quellen und Inhalten oder auch beim Ranking von Suchergebnissen eingesetzt.

Merkmale von thinkers.ai:

  • Nur themenrelevante Ergebnisse, dank Kontextsuche (statt Stichwortsuche)
  • Keine Werbebeeinflussung; Spam wird von der KI im Vorfeld herausgefiltert und nicht verarbeitet
  • Interaktion zwischen Nutzer und Suchmaschine möglich: Priorisierung von Webseiten, Beeinflussung des Ergebnisrankings, Analytics und High Quality Alerts

Anwendungsbeispiele: Marktforschung, Medienbeobachtung, Innovations- und Trendbeobachtung, Sales Intelligence, Risiko- und Lieferantenüberwachung

Einnahmemodell: Anders als z.B. Google mit seinem breiten B2C-Geschäftsmodell, das sich über Werbung finanziert, verdient thinkers.ai Geld durch B2B-Nutzerlizenzen

thinkers.ai-Fakten:
➡️ Index: eigener Webindex; keine Datennutzung von Google, Bing oder anderen
➡️ Sitz in: Österreich
➡️ Zielgruppe: Unternehmen
➡️ Finanzierung: B2B, Lizenzierungsmodell

CEO and ‚Austrian Entrepreneur of the Year‘ 2020 Dr. Isabell Claus präsentierte thinkers.ai auf dem Open Search Symposium #ossym22. Das Video könnt ihr euch hier ansehen.

21. Dezember – Warum tun wir, was wir tun? Und was ist das überhaupt?

1) Das Internet ist so erfolgreich, weil es offen ist und das Potenzial hat, sich zu entwickeln und zu entfalten. Wir alle können darin surfen, um die Welt besser zu verstehen, zu forschen und miteinander zu kommunizieren. Aber diese ➡️ Neutralität ist bedroht, weil genau das, was wir im Netz entdecken, von wenigen mächtigen Suchmaschinen dominiert wird.

2) Weltweit gibt es nur eine Handvoll von Suchindizes: Baidu (China), Yandex (Russland), Bing und Google (beide USA). Sie sind entweder kapitalistisch oder staatlich kontrolliert. Es gibt keinen europäischen Suchindex, der auf europäischen Werten beruht. Rund 90 % aller Suchanfragen in Europa laufen über Google. (Mehr Informationen in Türchen Nr. 3)

3) Eine solche Macht in den Händen einiger weniger kommerzieller oder staatlicher Unternehmen, eröffnet ein immenses Potenzial für die bewusste oder auch unbewusste Manipulation des Zugangs zu Informationen und Wissen. Je mehr eine Suchmaschine genutzt wird, desto größer ist ihr Einfluss auf die öffentliche Meinungs-, Wissens- und Willensbildung. Sie bestimmt, was wir sehen, wenn wir eine Suchanfrage starten – und was uns verborgen bleibt.

4) Auch Regulierung hilft nur bedingt, solange es keine Alternativen und keine Transparenz gibt. Deshalb wollen wir mehr Vielfalt in die Internetsuche bringen. Damit wir in Europa (und überall) weiterhin frei mit dem Internet arbeiten, lernen, forschen und leben können.

🔥 Die Idee der Open Search Foundation basiert auf der ➜ Trennung von Suchindex und Suchmaschine(n). Die Idee ist ein ➜ offener und transparenter Webindex als öffentliches Gut, der die Basis für eine Vielzahl von alternativen Suchmaschinen und neuartigen Diensten bildet.

Die 3 Open Search Prinzipien:
1️⃣ Kooperatives, verteiltes Rechnen und Hosting
2️⃣ Open-Source-Prinzipien und Algorithmen
3️⃣ Öffentliche und transparente Moderation

Wir wollen den offenen Suchindex in Zusammenarbeit zwischen Rechenzentren, Wissenschaft, Unternehmen und Zivilgesellschaft entwickeln. Viele Menschen und Organisationen arbeiten dezentral, aber gemeinsam an der Infrastruktur für die nächste Generation der Internetsuche.

Die Internetsuche ist jedoch viel mehr als nur eine Technologie; viele Aspekte und Disziplinen spielen eine Rolle. Deshalb haben wir verschiedene Arbeitsgruppen. Neben der technischen Arbeitsgruppe sind dies: Bildung, Ethik, Recht, Wirtschaft und Anwendungen. Habt Ihr Interesse, in einer der Gruppen mitzuarbeiten? Dann werft doch einen Blick auf unsere Website.

Habt Ihr Fragen? Bitte teilt uns diese gerne mit!

22. Dezember – 14 europäische Forschungs- und Rechenzentren, 7 Länder, 8,5 Millionen Euro: OpenWebSearch.EU

Von der Vision zur Realität: Im September 2022 hat sich die Open Search Foundation mit 13 renommierten europäischen Forschungs- und Rechenzentren zusammengeschlossen und das Projekt OpenWebSearch.eu im Rahmen der Initiative NGI – The Next Generation Internet der EU-Generaldirektion Connect gestartet.

❓ Warum ist dies wichtig?

Das Projekt ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Einführung einer offenen Internetsuche. Es ist das erste Projekt, das die EU finanziert, um die Websuche von morgen zum Laufen zu bringen.

❓ Worum geht es?

In den nächsten drei Jahren werden die Forscher den Kern eines europäischen Open Web Index (OWI) als Grundlage für eine neue Internetsuche in Europa entwickeln. Darüber hinaus wird das Projekt die Grundlage für eine offene und erweiterbare europäische offene Web-Such- und Analyse-Infrastruktur (OWSAI) schaffen, die auf den europäischen Werten, Grundsätzen, Rechtsvorschriften und Standards basiert. Das Projekt wird mit 8,5 Millionen Euro gefördert.

🎯 4 Ziele

  1. Entwicklung einer Kernsuite von Such-, Recherche- und Analysediensten zur Erstellung, Pflege und Nutzung der OWI;
  2. Entwicklung relevanter vertikaler Suchmaschinen und neuer Suchparadigmen zur Demonstration der Auswirkungen;
  3. Aufbau eines Netzwerks aus europäischer HPC-Infrastruktur-, Forschungs- und Unternehmensorganisationen zur Pilotierung der OWSAI auf der Grundlage der europäischen Werte, Grundsätze, Rechtsvorschriften, Ethik und Normen;
  4. Stimulierung eines Ökosystems rund um die OWI.

Möchtet Ihr mehr erfahren?

➡️ besucht OpenWebSearch.EU oder

➡️ nehmt hier teil an der Online-Vorlesung  EU’s Connect University on January 19

23. Dezember – #EthicsInSearch: Ein Wertekompass für die Internetsuche

Ethik und Internetsuche? Unbedingt! Wir sind davon überzeugt, dass die Internetsuche neben rechtlich-regulatorischen auch ethische Grenzen und Richtlinien braucht, genau wie die KI im Allgemeinen. Und dass die Internetsuche der Zukunft durch „ethics by design“, durch Werte wie Vielfalt, Vertrauenswürdigkeit und Transparenz, besser und innovativer werden kann.

Wie stellt Ihr Euch die Internetsuche der Zukunft vor? Für uns ist sie fair, offen, transparent und vielfältig.

Deshalb setzen wir uns bei der Open Search Foundation dafür ein, einen offenen Suchindex zu schaffen, der auf humanistischen Werten basiert. Und deshalb haben wir das Projekt #EthicsInsearch ins Leben gerufen. Gefördert von der Stiftung Mercator GmbH wird es einen wertebasierten Ansatz für eine humanistische Internetsuche entwickeln.

Haben Sie schon einmal über den ethischen Preis nachgedacht, den wir derzeit für die Internetsuche zahlen? Hier sind ein paar Beispiele:

  • Mangelnde Transparenz – z. B. welche Inhalte werden indiziert und nach welchen Kriterien werden die Ergebnisse ermittelt? Was wird uns gezeigt und was ist nicht sichtbar?
  • Mangelnde Vielfalt – Marktdominanz einer Suchmaschine, praktisch keine unabhängigen Alternativen
  • Tracking und Datenmissbrauch – z.B. Sammlung und Verfolgung von Informationen über das Surfverhalten und die Aktivitäten der Nutzer, z.B. für Microtargeting oder Überwachung
  • Algorithmische Verzerrung (Bias) – dadurch Verstärkung von Vorurteilen, Stereotypen und Diskriminierung; Verbreitung und Verstärkung falscher oder irreführender Informationen
  • Möglicher Einfluss auf Suchergebnisse und menschliches Verhalten

Das Projekt #EthicsInSearch ist eine Chance, humanistische Werte in der Internetsuche zu verankern.

Gemeinsam mit Experten und Forschern aus Wissenschaft, Organisationen und Zivilgesellschaft wollen wir Fragen finden und stellen, ethische Knackpunkte identifizieren, konkrete Lösungen entwickeln und deren Umsetzung initiieren.

Ihr möchtet mehr wissen, mit uns zusammenarbeiten oder forschen? Dann schickt uns einfach eine E-Mail an oder findet weitere Informationen unter ethicsinsearch.org

24. Dezember – SCHÖNE FEIERTAGE!

Vielen Dank, dass Ihr uns in den letzten 24 Tagen durch die Welt der Internetsuche gefolgt seid. Wir hoffen, dass es euch gefallen hat! Ihr findet alle Beiträge zusammen hier.

Und wenn Ihr jetzt auf den Geschmack gekommen seid und etwas zu Open Search beitragen wollt … hier sind ein paar Möglichkeiten:

➡️ Bleibt auf dem Laufenden
Abonniert unsere Social-Media-Kanäle. Besucht den Open-Search-Blog. Meldet euch für den osf-Newsletter  an.

➡️ Verbreitet das Thema
Macht andere auf das Thema aufmerksam. Verbreitet die Nachricht an Freunde. Fordert Politiker auf, sich mit dem Thema zu befassen und die Open-Search-Bewegung zu stärken.

➡️ Unterstützt aktiv
z.B. als ehrenamtlicher Experte in osf-Expertengruppen; mit Medienunterstützung, Vernetzung, Bereitstellung von Rechenkapazität, …

➡️ Spendet
Wir bieten auch individuelle Partnerschaften mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen an. Seht hier nach.